Bundesregierung hält an Plänen für Wochenarbeitszeit fest

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Bundesregierung hält an Plänen für Wochenarbeitszeit fest

Die Bundesregierung hält an ihren Plänen fest, künftig eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu ermöglichen. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, die als Bundestagsdrucksache vorliegt.

Ziel: Mehr Spielraum bei der Arbeitszeit

Wie die Bundesregierung mitteilt, bleibt das Vorhaben Teil des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD. Ziel sei es, „den Sozialpartnern und den Arbeitsvertragsparteien einen größeren Gestaltungsspielraum bei der Verteilung der Arbeitszeit einzuräumen“.

Dabei gehe es „nicht um eine Ausweitung der Arbeitszeit“, sondern um neue Möglichkeiten, Arbeitszeiten flexibler über die Woche zu verteilen.

Konkrete Ausgestaltung offen

Die Bundesregierung betont, dass die konkrete Umsetzung der geplanten Regelung noch nicht feststeht. Diese sei dem Gesetzgebungsverfahren vorbehalten. Aussagen zu den konkreten Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Sorgearbeit hängen demnach von der späteren Ausgestaltung ab.

Keine eigenen Studien zu Auswirkungen

Auf Fragen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu möglichen Folgen längerer Arbeitszeiten erklärt die Bundesregierung, dass keine entsprechenden empirischen Daten im Sinne der Fragestellung vorliegen.

Auch zur im Koalitionsvertrag formulierten Annahme, dass eine Wochenarbeitszeit die Vereinbarkeit verbessern könne, nennt die Bundesregierung keine konkreten Studien oder Datengrundlagen. Der Koalitionsvertrag gebe eine politische Zielsetzung vor.

Arbeitszeitwünsche von Eltern

Nach Angaben der Bundesregierung zeigen Daten des Mikrozensus 2024, dass ein Teil der Eltern ihre Arbeitszeit verändern möchte. So wollen 12,4 Prozent der vollzeitbeschäftigten Väter und 13,9 Prozent der vollzeitbeschäftigten Mütter ihre Arbeitszeit anpassen.

Eine Befragung aus dem Jahr 2022 zeigt zudem, dass 46 Prozent der Eltern eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit anstreben.


 

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