Gastgewerbe startet Tarifverhandlungen in Schleswig-Holstein

| Politik Politik

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) starten am Freitag in die Tarifverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten in Schleswig-Holstein. Die Gewerkschaft hat für das Treffen in Neumünster bereits die Forderung nach einem Lohnplus von 5,95 Prozent und einer Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 120 Euro pro Monat vorgelegt.

Die Laufzeit des Tarifvertrags soll nach dem Willen der NGG zwölf Monate betragen. Der bereits gekündigte Entgelttarifvertrag war nach Gewerkschaftsangaben allgemeinverbindlich und galt damit für die gesamte Branche im Norden. Von der Arbeitgeberseite liegt bislang kein Angebot vor. Sie wird die NGG-Forderung aber mit Sicherheit als zu hoch zurückweisen.

Die Gewerkschaft begründet ihre Forderung unter anderem mit einer Befragung von 600 Beschäftigten des Gastgewerbes in Norddeutschland. Demnach empfinden 76 Prozent ihre Arbeit als «eher belastend» oder «sehr belastend». Gleichzeitig gaben demnach 69 Prozent an, dass sie die gestiegenen Lebenshaltungskosten finanziell belasteten, weil ihr Einkommen vielfach nicht mehr ausreiche. 75 Prozent der Befragten berichteten zudem von Personalmangel oder Unterbesetzung. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund um die Event-Messe Imex in Frankfurt ist es in Frankfurt zu ersten Warnstreiks im hessischen Hotel- und Gastronomiegewerbe gekommen. Rund 400 Beschäftigte von Hotels und Caterern seien dem Aufruf gefolgt, teilte die Gewerkschaft NGG mit.

Zum Auftakt der Veranstaltungsmesse Imex hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Beschäftigte mehrerer Frankfurter Messe-Hotels zu einem Warnstreik aufgerufen.

Der Acht-Stunden-Arbeitstag gilt seit 1918 in Deutschland. Die Koalition aus Union und SPD will nach den bisherigen Plänen stattdessen einen wöchentlichen Rahmen für die Arbeitszeit einführen, doch es gibt Streit um das Vorhaben.

Die Corona-Pandemie hatte viele Thüringer Unternehmen vor Existenzprobleme gestellt. Der Staat half mit viel Geld. Ein Teil davon wurde zurückgefordert. Das ist der Stand in Thüringen.

Die Bundesregierung hat für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine befristete Verordnung zu Ausnahmen beim Lärmschutz beschlossen. Damit können Public-Viewing-Veranstaltungen laut Mitteilung teilweise auch bis in die Nacht stattfinden. Wie die Bundesregierung mitteilt, hat inzwischen auch der Bundesrat formal zugestimmt.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat gemeinsam mit Handelsunternehmen und Verbänden eine Regulierung der Gebühren für sogenannte Commercial Cards gefordert. Wie der Verband auf Linkedin mitteilt, habe sich die Initiative dazu an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gewandt.

Seltene Einigkeit: Wie CSU-Chef Söder findet auch SPD-Ministerpräsidentin Schwesig, die Entlastungsprämie sollte man abhaken. Beide setzen die Hoffnungen nun auf eine Einkommensteuerreform.

Die Österreichische Hotelvereinigung wirft der Gewerkschaft vida einen aggressiven Verhandlungsstil in den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen vor. Gleichzeitig verweist die ÖHV auf höhere Löhne, neue Zuschläge und zusätzliche Leistungen für Beschäftigte.

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat einen FDP-Antrag gegen kommunale Verpackungssteuern abgelehnt. Umweltverbände begrüßen die Entscheidung, während der Bundesverband der Systemgastronomie zusätzliche Belastungen für Betriebe befürchtet.

Der DEHOGA Baden-Württemberg bewertet den neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU teilweise positiv. Der Verband sieht Fortschritte bei Tourismus, Ausbildung und Bürokratieabbau, kritisiert jedoch fehlende Aussagen zu kommunalen Abgaben und zur Meisterprämie im Gastgewerbe.