Mehrheit für höhere Alkoholsteuer – Zweifel an Wirkung

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Die geplante stärkere Besteuerung alkoholischer Getränke stößt einer Umfrage zufolge bei einer großen Mehrheit der Bürger auf Zustimmung. Knapp zwei Drittel gaben in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) an, dass sie diesen Vorstoß der Bundesregierung für sinnvoll halten. Ein Drittel hält ihn für nicht sinnvoll.

Gleichzeitig ist der Glaube an die Lenkungswirkung der Steuererhöhung sehr begrenzt. Zwei Drittel der Befragten glauben nicht, dass der Konsum der betreffenden Getränke dadurch zurückgehen wird, knapp ein Drittel (29 Prozent) hat diese Hoffnung. Tendenziell zeigen sich die Befürworter der Steuererhöhung hier etwas zuversichtlicher (35 Prozent). 

Ausweichbewegung auf Bier und Wein?

Viele Befragte gehen davon aus, dass sich Alkoholkonsum stärker auf Bier und Wein verlagern wird, die von der Steuererhöhung ausgenommen sind, oder dass Alkohol günstiger im Ausland gekauft wird. Eine große Mehrheit (74 Prozent) hält mehr Aufklärung und Prävention für geeignet, um den Alkoholkonsum in Deutschland einzudämmen. Zwei Drittel sehen auch in einem vollständigen Alkoholverbot für unter 18-Jährige ein geeignetes Mittel. 

Das Bundeskabinett hatte Anfang Juli einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der zum 1. Januar 2027 eine Steuererhöhung um 20 Prozent auf Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn vorsieht. Auch Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops sollen stärker besteuert werden. Bier und Wein sind nicht betroffen. Erwartet werden Mehreinnahmen von 455 Millionen Euro jährlich.

Für die nach KKH-Angaben repräsentative Umfrage hatte Forsa zwischen dem 14. und 16. Juli 1.022 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren bundesweit befragt.


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