Airbnb testet KI gegen unerlaubte Partys

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Airbnb hat Partytouristen den Kampf angesagt und testet derzeit eine neue Technologie, die schon im Buchungsprozess feierwillige Gäste entlarven und blocken soll. So sollen Vermieter die größtmögliche Sicherheit haben, dass in ihren Wohnräumen keine Saufgelage stattfinden. Schon seit 2020 gilt bei Airbnb ein weltweites Party-Verbot.

Doch ein aktueller Fall zeigt, dass nicht nur Gäste, sondern auch Airbnb selbst zunehmend zum Ziel von KI-Betrug werden. Immer häufiger kommt dabei künstliche Intelligenz zum Einsatz, die es Kriminellen ermöglicht, täuschend echte Fälschungen zu erstellen. So wurde kürzlich eine Studentin in Manhattan mit manipulierten Fotos eines angeblich beschädigten Couchtisches konfrontiert. Die KI-generierten Bilder wirkten so überzeugend, dass Airbnb dem Betrüger zunächst Glauben schenkte und Schadensersatz forderte. Erst nach genauer Überprüfung stellte sich heraus, dass die Beweise gefälscht waren. Dieser Vorfall verdeutlicht, wie sehr KI-basierte Betrugsmaschen inzwischen auch große Plattformen wie Airbnb herausfordern.

Wie das Manager Magazin berichtet, handelt es bei der neuen Technologie um einen Algorithmus, der die potenziellen Mieter im Vorfeld genau unter die Lupe nehmen soll. Es schaut sich dafür an, wie viele positive bzw. negative Bewertungen die User haben, wie lange sie schon auf der Plattform angemeldet sind, wie weit das Mietobjekt von ihrem Wohnort entfernt ist, wie lange der Urlaub geplant ist und ob sie nur am Wochenende gebucht haben.

Daraus errechnet eine KI, wie hoch das Party-Risiko ist. Airbnb will damit „böswilligen Akteuren die Möglichkeit nehmen, unerlaubte Feste mit negativen Folgen für Gastgebende, Nachbarn und die Gemeinschaften zu veranstalten“, erklärte Airbnb laut Manager Magazin.

Laut Bericht wird die Technologie bereits seit Oktober 2021 in Australien getestet. Dort soll die Zahl an nicht genehmigter Partys in den Unterkünften um 35 Prozent zurückgegangen sein. Außerdem soll das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 6.600 Gäste ausgeschlossen haben. Nun soll das Programm zunächst in den USA und Kanada zum Einsatz kommen. 


 

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