Google Maps zeigt Anzahl entfernter Bewertungen in Deutschland an

| Technologie Technologie

Seit dem Ende April 2026 weist Google Maps in Deutschland bei Unternehmensprofilen aus, wie viele Rezensionen innerhalb der vergangenen zwölf Monate entfernt wurden. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, werden dabei Bandbreiten wie „2 bis 5“ oder „21 bis 50“ entfernte Bewertungen angezeigt, keine exakten Zahlen.

Google führt Hinweis auf entfernte Rezensionen bei Unternehmensprofilen ein

Nach Angaben von Google erscheint der Hinweis direkt im Bereich der Nutzerbewertungen eines Unternehmens, sofern in den vergangenen 365 Tagen entsprechende Löschungen erfolgt sind. Erfasst werden laut Mitteilung ausschließlich Bewertungen, die „aufgrund von Beschwerden wegen verleumderischer Behauptungen nach deutschem Recht“ entfernt wurden.

Andere Löschgründe, etwa Verstöße gegen Plattformrichtlinien oder Inhalte wie Beleidigungen, werden nach Unternehmensangaben nicht berücksichtigt.

Löschungen beruhen auf Diffamierungsbeschwerden nach deutschem Recht

Google verweist in seiner Mitteilung auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Demnach heißt es:
Bei deutschen Gerichten ist es für Unternehmen in der Regel relativ einfach möglich, Rezensionen als verleumderisch anzufechten.

Weiter führt das Unternehmen aus: „Neben dem Nachweis, dass eine Rezension tatsächlich eine verleumderische Aussage enthält, können Unternehmen auch behaupten, dass die Person, die die Rezension geschrieben hat, kein Kunde gewesen sei.“ Fehlen entsprechende Nachweise, würden Gerichte Plattformen in der Regel verpflichten, solche Inhalte zu entfernen.

Anzeige erfolgt in Größenordnungen statt exakter Zahlen

Die Darstellung der entfernten Rezensionen erfolgt laut Google bewusst in Form von Größenordnungsbereichen. Angezeigt werden beispielsweise Werte wie „6 bis 10“, „21 bis 50“ oder „über 250 entfernte Bewertungen“. Grundlage sind nach Unternehmensangaben nur Löschungen, die innerhalb der letzten 365 Tage erfolgt und nicht später rückgängig gemacht worden sind.

Google erklärt dazu: „Der besseren Übersicht halber wird […] ein Größenordnungsbereich […] und keine genaue Zahl angegeben.

Google nennt Transparenz als Ziel der neuen Kennzeichnung

Wie das Unternehmen mitteilt, werden in Deutschland besonders viele Anträge auf Entfernung von Bewertungen gestellt. Ziel der neuen Anzeige sei es, Transparenz bei der Bearbeitung solcher Anträge zu schaffen. In der Mitteilung heißt es: „Deshalb teilen wir in Unternehmensprofilen mit, wenn Rezensionen entfernt werden. Damit möchten wir für Transparenz […] sorgen.

Zugleich betont Google, dass die neue Kennzeichnung keinen Einfluss auf das Ranking von Unternehmensprofilen in der Suche oder auf die Sternebewertung habe.

LinkedIn-Beitrag thematisiert Auswirkungen auf Wahrnehmung von Bewertungen

Der Unternehmer und Hotelier Marco Nußbaum greift die Neuerung in einem Beitrag auf der Plattform LinkedIn auf. Darin schreibt er: „Google Maps führt ein neues Feature ein: Es wird angezeigt, wie viele Bewertungen wegen Diffamierung gelöscht wurden.

Weiter heißt es in dem Beitrag: „Das hat keinen Einfluss auf das Bewertungsranking oder die Sternebewertung.“ Gleichzeitig stellt Nußbaum fest: „Zum ersten Mal wird sichtbar, dass Bewertungen nicht nur geschrieben, sondern auch aktiv geprüft und entfernt werden.

Mit Blick auf die Nutzung von Bewertungen formuliert er: „Bewertungen entscheiden über Buchung oder Nicht-Buchung.“ Zudem schreibt er: „Gäste sehen nicht mehr nur die Sterne sondern auch, dass es problematische Bewertungen gab.

Am Ende seines Beitrags stellt Nußbaum eine offene Frage: „Ist das ein sinnvoller Schritt hin zu mehr Fairness im Bewertungssystem? Oder sorgt genau diese Transparenz am Ende für mehr Verunsicherung als Vertrauen?

Neue Anzeige macht Eingriffe in Bewertungssystem erstmals sichtbar

Mit der neuen Kennzeichnung wird erstmals öffentlich sichtbar, in welchem Umfang Bewertungen aus Unternehmensprofilen entfernt wurden. Bislang konnten Nutzer lediglich die vorhandenen Rezensionen einsehen, nicht jedoch nachvollziehen, ob und wie viele Bewertungen gelöscht worden sind.

Nach Angaben von Google können Nutzer gegen die Entfernung ihrer Rezension Einspruch einlegen. Eine Löschung bedeute demnach nicht zwangsläufig, dass eine Bewertung inhaltlich falsch sei.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Schluss mit störenden Lautsprecherboxen im Hotelzimmer oder Restaurant: Das „SoundPicture" verwandelt Wandbilder in hochwertige Klangkörper. Die innovative Lösung von WHD aus dem Süden Baden-Württemberg kombiniert individuelles Interior Design mit professioneller Akustik.

Die Nutzung von künstlicher Intelligenz bei der Reiseplanung hat sich in den USA innerhalb eines Jahres von 33 auf 56 Prozent gesteigert. Die Entwicklung signalisiert einen strukturellen Wandel in der Art und Weise, wie Informationen gesucht und Buchungen getätigt werden.

Das Branchenportal PhocusWire berichtet in einem Meinungsbeitrag über die Rolle von Google im entstehenden Markt für agentenbasierte KI-Anwendungen im Onlinehandel. Autor Mario Gavira von Travelier beschreibt darin mögliche Entwicklungen für die Reisebranche.

Pressemitteilung

Wie kann eine Hotelkette mit hohem Gästeaufkommen und begrenzten personellen Ressourcen dauerhaft für Sauberkeit sorgen? Als eine der ersten Hotelketten in Deutschland setzt McDreams auf vollständig digitalisierte Prozesse. Das Ergebnis: messbar mehr Effizienz, deutlich weniger Belastung für das Housekeeping und ein durchgehend hohes Maß an Sauberkeit.

 

Viele kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland agieren bei der Digitalisierung ohne festen Plan. Eine aktuelle Bitkom-Studie belegt deutliche Strategiedefizite, während die Fachmesse Transform in Berlin nun Lösungswege aufzeigen soll.

Haften Chatbot-Betreiber für unwahre Aussagen ihrer KI? Unter bestimmten Umständen ja, hat das Landgericht Hamburg in einem KI-Urteil entschieden. Streitpunkt war eine Aussage des X-Chatbots Grok.

Pressemitteilung

Veranstaltungslocation Hof Bissee in Schleswig-Holstein stellt Bankettverkauf auf automatisierte Echtzeit-Angebote um – Interessenten erhalten personalisierte Angebote noch während Ortsbegehung

Eine neue Studie von Booking.com deckt eine kritische Qualifikationslücke im europäischen Gastgewerbe auf: Während digitale Kompetenzen als überlebenswichtig eingestuft werden, investiert nur eine Minderheit der Betriebe aktiv in die entsprechende Schulung ihrer Mitarbeiter.

Anzeige

Der Technologiedienstleister Dirs21 präsentiert eine strategische Erweiterung seines Portfolios. Mit den neuen Modulen Dirs21 Mice und Dirs21 Plus rückt das Unternehmen das Potenzial von Non-Logis-Umsätzen in den Fokus . Ziel ist es, alle Flächen und Leistungen eines Hotels ebenso einfach buchbar zu machen wie Hotelzimmer. Ein Gespräch mit CEO David Heidelberg.

Anzeige

Sie arbeiten mit Zahlen, Konzepten, Verträgen: Ihre Expertise ist der Kern Ihres Geschäfts, Zeit ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mit PayPal erhalten Sie Honorare, Vorschüsse oder Pauschalen schnell und sicher. Ohne Nachfassen.