Hacker greifen mit gefälschten Metro-Rechnungen an

| Technologie Technologie

Sicherheitsforscher von Proofpoint haben eine neue Phishing-Kampagne entdeckt, die sich offenbar gezielt an deutsche Metro-Kunden richtet. Die als TA547 bekannten Angreifer gehören zu einer Gruppe von Cyberkriminellen, die als Initial Access Broker (IAB) agieren. Diese Gruppe ist darauf spezialisiert, sich Zugang zu fremden IT-Systemen zu verschaffen und diese dann an andere Bedrohungsakteure zu verkaufen.

Laut einem Blog-Beitrag der Forscher von Proofpoint verbreitet TA547 im Namen des deutschen Großhandelsunternehmens Metro AG gefälschte Rechnungsdokumente über Phishing-E-Mails an deutsche Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Statt einer echten Rechnung erhalten die Empfänger jedoch den Infostealer Rhadamanthys, eine Malware, die auch von anderen Cyberkriminellen verbreitet wird.

Die vermeintliche Rechnung wird in Form einer Zip-Datei präsentiert und ist mit einem Passwort geschützt, das in der deutschsprachigen Phishing-E-Mail genannt wird. Beim Öffnen des Archivs findet sich eine LNK-Datei, die bei Ausführung eine Infektionskette startet und das System der Zielperson mit der genannten Malware infiziert.

Eine bemerkenswerte Besonderheit, auf die die Forscher hinweisen, ist ein Powershell-Skript, das im Rahmen der Infektion verwendet wird. Laut Proofpoint weist dieses Skript Code-Merkmale auf, die für Cyberkriminelle ungewöhnlich sind. Das Forscherteam nennt beispielsweise ein Pfund-Zeichen sowie grammatikalisch korrekte und sehr spezifische Kommentare. Proofpoint erklärte gegenüber Bleeping Computer, dass fast jede Zeile des Skripts mit einem Kommentar versehen sei.

Aufgrund dieser Merkmale gehen die Forscher davon aus, dass TA547 entweder ein KI-Tool wie ChatGPT, Gemini oder Copilot verwendet hat, um das Powershell-Skript zu erstellen, oder den Code aus einer anderen Quelle kopiert hat.

Die Nutzung künstlicher Intelligenz durch Cyberkriminelle für böswillige Zwecke ist keine neue Entwicklung. In der Vergangenheit wurden bereits mehrere Sprachmodelle entdeckt, die speziell für kriminelle Aktivitäten entwickelt wurden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die fehlende Vernetzung von IT-Systemen in Hotels und Gastronomiebetrieben in Deutschland, Österreich und der Schweiz führt zu einem enormen Zeitverlust und unnötigem Mehraufwand. Im Durchschnitt gehen dem Gastgewerbe in der DACH-Region jährlich 51 Arbeitstage pro Teammitglied verloren. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage.

Welche Chancen und Hürden bringt Künstliche Intelligenz für Gastgeber und Gäste? Fachleute diskutieren, wie viel Technik im Tourismusalltag sinnvoll ist – und wo der Mensch unersetzlich bleibt.

Die globale Restaurant-Technologie-Plattform OpenTable führt ein neues, mehrstufiges Kundenprogramm namens OpenTable-Stammgäste ein, das Restaurantbetrieben helfen soll, loyale Gäste zu generieren und die Auslastung zu optimieren.

Digitale Spielmechaniken gewinnen im Gastgewerbe zunehmend an Bedeutung. Ob Gastronomiebetrieb, Hotel oder Freizeitpark, der Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Wiederkehr der Gäste wird intensiver.

Ein neues Whitepaper verspricht Hoteliers konkrete Hilfestellung bei der Optimierung ihrer Online-Präsenz. Es liefert wichtige Benchmarks und Checklisten, um Sichtbarkeit und Buchungsraten zu steigern.

Pressemitteilung

Angesichts steigender Ausgaben für Lebensmittel, Energie und Personal steht die Gastronomie unter wirtschaftlichem Druck – eine Entwicklung, die viele Betriebe zur Optimierung ihrer internen Prozesse zwingt. Unterschätztes Problem: Durch ungenaue Arbeitszeiterfassung können sich bei 20 Mitarbeitenden Mehrkosten auf über 15.000 Euro jährlich summieren. Wie können Gastronomen diese Beträge einsparen?

Das amerikanische Technologieunternehmen Square hat ein umfangreiches Produkt-Update vorgestellt. Die Neuerungen umfassen unter anderem die Einführung einer automatisierten Sprachbestellungsfunktion für Telefonanrufe, die direkt in das Kassensystem einfließen.

AnzeigePressemitteilung

Mit Hilfe einer modularen Plattform, KI-Unterstützung und digitalisiertem Onboarding will das Unternehmen die Zukunft des Revenue- und Distributionsmanagements in der Hotellerie aktiv mitgestalten.

Mit dem neuen KI-Modus in der Google-Suche startet der US-Konzern eine grundlegende Umgestaltung der Internetrecherche – und verändert zugleich, wie Nutzer Informationen finden, bewerten und zukünftig vielleicht auch buchen. Die Google-Suche wird von einem zu einem dialogorientierten System, das klassische Linklisten zunehmend ersetzt.

 

In Deutschland ist Bargeld in der Gastronomie nach wie vor ein fester Bestandteil. Das gilt besonders für kleine Beträge und an Theken. Gleichzeitig erwarten vor allem jüngere Gäste moderne, digitale Bezahloptionen. Eine repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom zeigte, dass es 76 % der Deutschen stört, wenn sie nicht mit Karte oder Smartphone zahlen können.