Limehome bietet Hotels digitale Unterstützung

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Der Serviced-Apartments-Anbieter Limehome ermöglicht mit „limehome connect” nun erstmals die Anbindung an die hauseigene Technologie-Platform. Durch die Digitalisierung von Front- sowie Backend-Prozessen könnten Betreiber von Hotels und Serviced-Apartments operativen Aufwand um bis zu 80 Prozent reduzieren, ist das Unternehmen überzeugt. Erfahrungsgemäß seien zudem dadurch Umsatzsteigerungen um bis zu 30 Prozent möglich. Der Hotelier Marco Nussbaum zweifelt das und löst damit eine Diskussion in den Sozialen Netzwerken aus.

Die Anbindung soll dabei vier grundlegende Vorteile für Anbieter schaffen: Zum einen erhalten sie Zugang zur vollautomatisierten Revenuemanagementlösung von Limehome. Zudem schaffe die Technologie ein digitales Gasterlebnis von der Buchung und den Check-in über einen digitalen Concierge im Zimmer bis hin zur Rechnungsstellung. So soll die Kundenbindung gestärkt und der Aufenthalt unkomplizierter gestaltet werden. Als drittes erlaubt die Technologielösung eine weitreichende Automatisierung der Inhouse-Prozesse, wie z.B. des Reservierungsmanagements, der Steuerung des Reinigungs- und Zimmerservices und des Feedbackmanagements. Zuletzt verschafft „limehome connect“ dem Betreiber Transparenz über alle wichtigen Kennzahlen des Betriebs und erhaltenes Gästefeedback in Echtzeit. 

 „Seit 2018 arbeiten wir gemeinsam bei Limehome daran, das bestmögliche Betriebssystem für die Hotelbranche zu entwickeln. Von Beginn an verstanden wir uns als Tech-Unternehmen, das Serviced-Apartments anbietet, sodass ein Großteil unserer Ressourcen in die Entwicklung floss. Es freut uns sehr, dass wir jetzt die Technologie auch anderen Betreibern zur Verfügung stellen”, so Nils Ziehn, VP Digital Product und leitender Entwickler des Konzepts bei Limehome.

„Neben unserem übergeordneten Ziel, Gästen ein reibungsloses, digitales Reiseerlebnis zu bieten, möchten wir auch die Digitalisierung in der Branche vorantreiben. Deshalb haben wir über die letzten Jahre mit „limehome connect” ein komplettes Betriebssystem für die Hospitality-Industrie erschaffen. Damit können nicht nur unsere eigenen Gäste einen reibungslosen Aufenthalt genießen, wir nehmen mithilfe der marktführenden Technologie-Lösung auch interessierten Betreibern viel Arbeit ab”, so Dr. Josef Vollmayr, Mitgründer und Geschäftsführer von Limehome.

Marco Nussbaum, der Gründer von prizeotel geht mit limehome ins Gericht und bezweifelt den Nutzen. Limehome sei eine  durch Investoren aufgeblasene Betreiberplattform, die Wohnungen anmiete, diese dann einrichte und als Apartments zur kurz- und langfristigen Miete anbiete. Nussbaum wörtlich in einem Facebook-Post: „Und wie deren Technik „limehome connect“ den „operativen Aufwand um bis zu 80 Prozent reduzieren“ kann, würde ich gerne einmal an konkreten Zahlen sehen. Schaue ich mir prizeotel, Motel One oder andere an, weiß ich nicht, wie das gehen soll.“

Auf Linkedin antwortete Martin Reichenbach, Gründer von Apaleo, dessen Technologie Limehome nutzt, direkt an Marco Nussbaum: „Warum sollte limehome Connect nicht klappen? Die meisten Hotels kämpfen mit Innovationsstau, mit veralteter Technologie und arbeiten seit vielen Jahren mit denselben Prozessen. Eine stärkere Zentralisierung durch die Limehome Services wirken genauso effizienzsteigernd wie Euren zentralen Services bei prizeotel. Buchhaltung, Reservierung, Revenue - you name it! Das Angebot richtet sich höchstwahrscheinlich nicht an eine Kette wie prizeotel oder Motel One Group, sondern stärker an Individualhoteliers.“

Und Nussbaum retourniert: „Martin, als Founder von apaleo, deren Kunde limehome ist, musst du das natürlich sagen. Aber ist es nicht exakt das, was auch numa (formerly COSI) oder Koncept Hotels anbietet? Warum macht man das? Weil die Skalierung der Betreiberplattform am Ende doch nicht so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat und nun eine neue Equity-Story schreiben will, um weiteres Funding zu bekommen? Ich weiß, so ist der Markt, aber ich finde es persönlich schwierig, wenn durch Investoren aufgeblasene Unternehmen, die wahrscheinlich nie profitabel sein werden, nachhaltig wirtschaftenden Hoteliers den Markt kaputt schießen. Da hängt mein Herz einfach zu sehr an den Menschen der Branche…“

Philip von Ditfurth, ebenfalls Gründer von Apeleo, wirft auf LinkedIn ein: "Meiner Sicht nach geht es bei limehome um die Bereitstellung eines erprobten Konzeptes für solche, die es gerne für Ihr Haus oder ihre Apartments übernehmen möchten, wofür es einige sinnvolle Argumente gibt. Nicht alle sind in der Lage, wie prizeotel Innovationen anzugehen und konsequent umzusetzen, lieber Marco."


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