Gemeinsamer Wettbewerb: UNWTO und Sommet Education vergeben Stipendien

| Tourismus Tourismus

Die Welttourismusorganisation UNWTO und Sommet Education lancieren einen gemeinsamen Wettbewerb in Form einer "Hospitality Challenge". Die Initiative vergibt insgesamt 30 Stipendien für Studiengänge mit dem Ziel, Aufsteiger, Quereinsteiger, Unternehmer und Wegbereiter dabei zu unterstützen, sich selbst und ihre Projekte weiterzuentwickeln, und so einen Beitrag zur Erholung der Tourismusbranche zu leisten.

Die Covid-19-Pandemie hat den Tourismus weltweit zum Erliegen gebracht. Nun, da die Branche allmählich wieder an Fahrt gewinnt, soll diese Ausschreibung wegweisende Ideen und Personen unterstützen, die ihre Erholung beschleunigen können. Gleichzeitig sollen die Inklusivität und die Nachhaltigkeit in diesem Sektor gefördert werden, die für das Gastgewerbe von morgen entscheidend sein werden. Zu den Kriterien für die Projektauswahl gehören der Grad der Innovation, der Projektreife, des Potenzials zur Umsetzung und Machbarkeit, der Skalierbarkeit, der Digitalisierung, der Nachhaltigkeit und des Potenzials, das Interesse von Investoren zu wecken. Die Ausschreibung konzentriert sich auf folgende vier Kernbereiche der Hospitality-Branche:

  • Reisen, Waren und Dienstleistungen im Luxussegment
  • Hotels und verwandte Dienstleistungen: kleine bis mittelgrosse Liegenschaften und Familienbetriebe
  • Food and Beverage: Restaurants, Catering, Zustelldienste und Einzelhandel
  • Smart Real Estate: kleine bis mittelgrosse Liegenschaften und Familienbetriebe 

UNWTO-Generalsekretär Zurab Pololikashvili führte aus: "Weltweit sind viele Millionen Menschen in der Tourismusbranche tätig. Arbeitsplätze im Tourismus bieten vielen von ihnen, darunter auch Frauen, Jugendliche und Menschen aus ländlichen Gebieten, eine Chance zur Teilhabe und Gleichberechtigung. Diese Zeit des Neuanfangs ist ein guter Zeitpunkt, um das bisherige Modell der Hospitality zu überdenken, neue Ideen zu finden und umzusetzen und dadurch die Branche insgesamt integrativer und nachhaltiger zu gestalten. Und genau dies wollen wir mit der UNWTO "Hospitality Challenge" erreichen."

Benoît-Etienne Domenget, Chief Executive Officer bei Sommet Education, fügte hinzu: "Diese Krise bietet uns die Gelegenheit, gegensätzliche Visionen der Welt auf eine Linie zu bringen, um die Hospitality von morgen neu zu gestalten. Wir sind der Überzeugung, dass Bildung die Grundlage für eine lebenswertere Welt darstellt. Die Vergabe von Stipendien leistet einen Beitrag zur Erholung des Gastgewerbes, indem sie die persönliche Entfaltung talentierter Menschen mit kreativen Ideen fördert, deren Visionen unterstützt und so das Modell der Hospitality neu aufbereitet."
 

Die Eingabefrist für die Projekte ist eröffnet und läuft bis Ende August. Die 30 Finalisten werden von einem Auswahlkomitee bestimmt, das sich aus einem internationalen Netzwerk von Investoren, Unternehmern und Experten aus UNWTO-Mitgliedstaaten, angegliederten Mitgliedern und strategischen Verbündeten sowie aus Vertretern von Sommet Education zusammensetzt.

Die 30 Finalisten erhalten ein Vollstipendium, gültig für 15 verschiedene Studiengänge der Bereiche Hospitality-Management und Kulinarik und Konditorei (Bachelor, Master, MBA), an einem der erstklassigen Ausbildungsstandorte von Sommet Education, namentlich Glion Institute of Higher Education in der Schweiz und London, Les Roches Crans-Montana in der Schweiz, Les Roches Marbella in Spanien und École Ducasse in Frankreich.

Die drei innovativsten unternehmerischen Projekte erhalten zusätzlich eine Finanzspritze für die Startphase ihres jeweiligen Unternehmens. Diese Finanzierung wird von Eurazeo gestemmt, einer führenden globalen Investmentgesellschaft, zu der Sommet Education als Portfoliounternehmen gehört: eine weitere entscheidende Fördermassnahme, um die Erfolgschancen der Projekte der drei Laureaten zu optimieren.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Schlösser, Natur, zweisprachiges Theater: Polnische Touristen haben Brandenburg als Urlaubsregion entdeckt. Welche Orte besonders gefragt sind und was sie dort anzieht.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.

Zum Start der Sommerferien hat ECPAT Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismus gestartet. Gemeinsam mit Behörden und Reiseveranstaltern sollen Reisende für Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine aktuelle Auswertung von Airbnb identifiziert die beliebtesten deutschen Strandorte für den Sommer 2026. Dabei dominieren vor allem Ziele an der Ostseeküste das Ranking der Suchanfragen.