Jetzt auch DTV-Sterne für Tiny Houses, Überseecontainer und Baumhäuser 

| Tourismus Tourismus

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) macht den Weg für mehr geprüfte Ferienunterkünfte in Deutschland frei: Ab 2022 können erstmals auch Unterkünfte wie Tiny Houses, umgebaute Überseecontainer oder Baumhäuser mit bis zu fünf Sternen ausgezeichnet werden.

Seit 1994 bewerten Prüfer Ferienhäuser, -wohnungen und -zimmer anhand der bundesweit einheitlichen Klassifizierungskriterien des DTV (PDF). Je nach Ausstattung und Service werden ein bis fünf Sterne verliehen.

Die neuen Kriterien sind ein Baustein einer Überarbeitung, der das gesamte DTV-Klassifizierungssystem unterzogen worden ist. Die DTV-Klassifizierung ging zum 10. Januar 2022 mit neuen Kriterien, vereinfachten, digitalen Prozessen und mehr Beratungs- und Serviceleistungen für Gastgeber im neuen SterneferienClub an den Start.

„Mit den überarbeiteten Kriterien tragen wir dem Trend zu individuelleren und außergewöhnlichen Ferienunterkünften Rechnung. Bisher konnten nicht alle aufgrund ihrer Größe ausreichend bei der DTV-Klassifizierung berücksichtigt werden – trotz hochwertiger Ausstattung. Der Markt und die Ansprüche der Gäste verändern sich aber stetig, daher passen auch wir unsere Kriterien und Prozesse an und differenzieren stärker. Wer in einem Tiny House Urlaub macht, rechnet nicht mit einer großen Einbauküche. Hier bieten auch Alternativen wie ein Tischgeschirrspüler Komfort“, so DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz.

Mit den neuen 90 Prüfkriterien können künftig nicht nur kleine, sondern auch Ferienunterkünfte mit einem kombinierten Wohn- und Schlafraum die höchste Sternekategorie erreichen. Punkte gibt es erstmals auch für besondere Unterkunftskonzepte. Positiv gewertet werden können zum Beispiel eine nachhaltige Ausrichtung oder der gezielte Verzicht auf WLAN und elektronische Unterhaltungsgeräte für Digital Detox-Urlaubsangebote.

Derzeit sind rund 49.000 Ferienunterkünfte in Deutschland mit den DTV-Sternen ausgezeichnet. Die 22.000 Gastgeberinnen und Gastgeber können sich im neuen SterneferienClub über eine digitale Plattform vernetzen und über aktuelle Fragen, Tipps und Service-Ideen austauschen. Hilfreiche Informationen zu Rechtsthemen, Tutorials und Trendreports sind für die Mitglieder des digitalen Netzwerks ebenfalls inklusive wie ein kostenfreier Mustermietvertrag und die jährliche Teilnahme an einem DTV-Webinar.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.