Arbeitsschutz für kleine Betriebe: BGN-Kompetenzzentren erleichtern Einstieg

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen stellt viele kleine Betriebe in der Lebensmittelbranche vor organisatorische Hürden. Häufig fehlen strukturierte Gefährdungsbeurteilungen oder Klarheit über die gesetzlich vorgeschriebene sicherheitstechnische Betreuung. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) adressiert diese Probleme mit spezifischen Angeboten für Unternehmen in den Bereichen Gastronomie, Back- und Fleischereigewerbe sowie Lebensmittelherstellung.

Das Kompetenzzentrenmodell für Betriebe bis 20 Beschäftigte

Für Unternehmen mit einer Belegschaft von bis zu 20 Personen bietet die BGN das sogenannte Kompetenzzentrenmodell an. Dieses Modell dient als Alternative zur klassischen Betreuung durch externe Dienstleister. Im Kern steht die Qualifizierung der Unternehmer selbst: Durch Online-Schulungen oder Fernlehrgänge erwerben diese die notwendige Kompetenz, um den spezifischen Beratungsbedarf im eigenen Betrieb einzuschätzen.

Nach Abschluss dieser Qualifizierungsmaßnahme können die Betriebe die Unterstützung durch Fachleute der Kompetenzzentren in Anspruch nehmen. Diese Beratung zu Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist für die Mitglieder kostenfrei. Ziel des Modells ist eine praxisnahe und kosteneffiziente Organisation des Arbeitsschutzes, ohne dass zusätzliche Honorare für externe Sicherheitsfachkräfte oder Betriebsärzte anfallen.

Digitale Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation

Ein zentraler Bestandteil der gesetzlichen Pflichten ist die Gefährdungsbeurteilung. Um den administrativen Aufwand zu reduzieren, stellt die BGN ein digitales Werkzeug im eigenen Extranet zur Verfügung. Diese Anwendung ermöglicht es Betrieben, die erforderliche Dokumentation rechtssicher und ortsunabhängig via Laptop, Tablet oder Smartphone zu erstellen. Damit soll der Einstieg in die systematische Erfassung von Arbeitsrisiken erleichtert und die Einhaltung gesetzlicher Standards sichergestellt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Krankenschein hat einen hohen Beweiswert. Um den zu erschüttern, braucht ein Arbeitgeber deutliche Indizien. Das zeigt einmal mehr ein Urteil des Arbeitsgerichts Nordhausen, auf den die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist.

So viele Insolvenzen gab es im ersten Halbjahr seit mehr als zehn Jahren nicht. Creditreform warnt: Noch hat die Pleitewelle ihren Scheitelpunkt nicht erreicht. Die Liste der Probleme ist lang.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass bargeldloses Bezahlen im Urlaub einen neuen Höchststand erreicht hat. Vor allem jüngere Reisende nutzen Kreditkarten und Smartphones, während bei der Generation über 50 Jahre Bargeld weiterhin knapp dominiert.

Eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass sich 21 Prozent der deutschen Bevölkerung im Jahr 2025 keinen einwöchigen Urlaub leisten konnten. Besonders betroffen waren einkommensschwache Haushalte sowie Alleinerziehende.

Das Gastgewerbe hat sich im Mai 2026 besser entwickelt als andere Branchen des deutschen Mittelstands. Der DATEV-Mittelstandsindex weist sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Löhnen die stärksten Zuwächse unter den untersuchten Wirtschaftszweigen aus.

Eine Umfrage zeigt, dass 73 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich im Urlaub erreichbar bleiben. Besonders Führungskräfte sind während der freien Tage häufig digital oder telefonisch für den Betrieb verfügbar, was von vielen als Belastung empfunden wird.

Viele Menschen in Deutschland sparen – vor allem bei Kleidung sowie beim Besuch von Restaurants, Cafés und Bars. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag des Preisvergleichsportals Idealo.

Die Gastronomie und die Hotellerie in Deutschland haben im April 2026 preisbereinigt jeweils 7,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt ein reales Minus von 7,1 Prozent aus.

Deutschland liegt laut einer internationalen Studie beim Einsatz KI-generierter Spesenbelege an der Spitze. Jeder zehnte Beschäftigte nutzt solche Belege regelmäßig, während jeder Fünfte angibt, Ausgaben grundsätzlich falsch darzustellen.

Eine Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement zeigt für 2026 ein überwiegend stabiles Geschäftsreiseaufkommen. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von wachsender Unsicherheit durch Preissteigerungen, geopolitische Risiken und Einschränkungen im Luftverkehr.