DEHOGA-Merkblatt zur geplanten Mehrwertsteuersenkung mit Handlungsanweisungen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat ein Merkblatt veröffentlicht, das Gastronomiebetrieben Hilfestellung bei der Angebotserstellung für das Jahr 2026 bietet. Hintergrund ist die geplante dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf sieben Prozent ab dem 1. Januar 2026. Die endgültige rechtliche Klarheit über die Änderung des Umsatzsteuergesetzes (UStG) wird jedoch erst Ende November/Mitte Dezember 2025 erwartet.

Für Geschäftskunden (B2B) wird empfohlen, Nettoangebote zu erstellen und diese mit dem Zusatz „zzgl. gesetzl. MwSt.“ auszuweisen. Dadurch findet automatisch der zum Leistungszeitpunkt geltende Satz Anwendung. Für Privatkunden (Endkunden) müssen nach der Preisangabenverordnung Endpreise inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer angegeben werden6. Wird ein Angebot auf Basis von sieben Prozent erstellt und die Gesetzesänderung tritt nicht in Kraft, trägt der Betrieb die Differenz zur aktuellen 19-Prozent-Mehrwertsteuer, da eine nachträgliche Preiserhöhung unzulässig ist.

Um dieses Risiko zu vermeiden, können Betriebe zwei Endpreise angeben – einmal mit 19 Prozent und einmal mit sieben Prozent Mehrwertsteuer – und klar kommunizieren, dass die Reduzierung im Falle des Inkrafttretens an den Kunden weitergegeben wird. Eine AGB-Klausel zur Preisanpassung bei Änderung des Mehrwertsteuersatzes kann geprüft werden. Allerdings ist diese gegenüber Endkunden bei Preiserhöhungen für Leistungen, die innerhalb von vier Monaten nach Vertragsschluss erbracht werden sollen, nach  nicht zulässig.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zum 1. Januar steigt der Mindestlohn um 1,08 Euro - 22 Prozent der direkt betroffenen Unternehmen wollen daher Jobs streichen. Eine Umfrage des Ifo zeigt, wo besonders oft Mindestlohn gezahlt wird.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte aktuelle Zahlen zur Herstellung und zum Außenhandel von kakaohaltigen Schokoladenerzeugnissen für das Jahr 2024. Obwohl die Produktion im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist, zeigt sich im Fünf-Jahres-Vergleich eine deutliche Steigerung.

Dienstpläne können eine komplexe Angelegenheit sein - und führen nicht selten zu Streit. Wer seine Rechte kennt, kann Probleme mit dem Arbeitgeber oder dem Team besser lösen. Ein Überblick.

Darf ein Chef verlangen, dass eine Kündigung zunächst geheim bleibt? Eine Fachanwältin erklärt, wann Beschäftigte tatsächlich zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.

Der europäische Dachverband des Gastgewerbes, HOTREC, hat eine Studie veröffentlicht, die die Auswirkungen der Besteuerung auf den Gastgewerbesektor in den 27 EU-Mitgliedsstaaten analysiert. Die Untersuchung stellt fest, dass selbst scheinbar geringfügige Mehrwertsteueränderungen erhebliche wirtschaftliche Verluste in der Branche auslösen können.

Die zehnte Ausgabe des Ernährungsreports beleuchtet die Prioritäten der deutschen Bevölkerung beim Essen. Während Geschmack und Gesundheit unangefochten an der Spitze stehen, gewinnen Kriterien wie Preis, schnelle Zubereitung, Tierwohl und Regionalität deutlich an Bedeutung. Der tägliche Fleischkonsum sinkt, die Wahrnehmung des Nutri-Scores steigt stark an.

Im dritten Quartal dieses Jahres sind die Bruttolöhne in Deutschland erneut stärker gestiegen als die Verbraucherpreise. Daraus ergibt sich eine Reallohnsteigerung um rund 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das ist der höchste Zuwachs im laufenden Jahr.

Der Entwurf zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung sieht eine Anhebung der amtlichen Sachbezugswerte für Verpflegung und Unterkunft zum 1. Januar 2026 vor, die für die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Bewertung von Sachbezügen an Arbeitnehmer relevant sind.

Das Jahresende naht und damit auch die Weihnachtszeit. Für manche gibt es da noch eine zusätzliche Bescherung vom Arbeitgeber: Weihnachtsgeld. Doch wer hat eigentlich Anspruch darauf? Kann das jeder bekommen?

Eine aktuelle Analyse der DATEV zeigt, dass die Löhne und Gehälter in Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) seit 2022 deutlich gestiegen sind. Die Zuwachsraten liegen demnach nominal weiterhin über der Inflation. Dem Lohnwachstum der breiten Masse steht ein unterdurchschnittliches Wachstum bei den Gehältern von Geschäftsführern gegenüber.