Reißender Absatz von Tiefkühlpizzen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Tiefkühlpizzen stehen in Zeiten von Corona hoch im Kurs. Der größte Zuckerhersteller Europas, die Mannheimer Südzucker AG, berichtet von verstärkter Nachfrage nach Tiefkühlpizzen und auch Zucker. In beiden Fällen liegen die Zuwächse bei den Mengen im «höheren» zweistelligen Bereich, wie Sprecher Dominik Risser am Mittwoch mitteilte. Die Pizzen halten sich Monate in der Tiefkühltruhe. Zucker sei gerade in Form von Schokolade, Keks oder Süßigkeiten ein beliebtes Produkt.

Hamsterkäufe seien aber nicht nötig. In beiden Fällen wird die Zahl der Tage erhöht, an denen die Produkte verpackt werden. Derzeit sei die Versorgung der Kunden trotz erhöhter Nachfrage gesichert. Das gesamte Unternehmen sei sich als systemrelevante Firma seiner Verantwortung in der Krise bewusst.

Risser riet zu umsichtigen Einkauf. «Es ist kein Problem, ein, zwei Päckchen Zucker zu kaufen, aber das massenweise Horten ist unsolidarisch.» Außerdem sei das - vom Wegfall der EU-Zuckermarktordnung gebeutelte - Unternehmen lieferfähig. An über 100 Standorten weltweit produziert Südzucker Lebens- und Futtermittel sowie Ethanol. Letzteres werde von der pharmazeutisch-chemischen Industrie zu Desinfektionsmitteln verarbeitet und deshalb vermehrt verkauft.

Der Zucker-Riese hat auf Videokonferenzen statt Präsenz-Treffen umgestellt. Schichtübergaben werden per Mail, telefonisch oder schriftlich vorgenommen. Plexiglasscheiben zwischen Beschäftigten sollen eine Tröpfcheninfektion verhindern.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomie und die Hotellerie in Deutschland haben im April 2026 preisbereinigt jeweils 7,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt ein reales Minus von 7,1 Prozent aus.

Deutschland liegt laut einer internationalen Studie beim Einsatz KI-generierter Spesenbelege an der Spitze. Jeder zehnte Beschäftigte nutzt solche Belege regelmäßig, während jeder Fünfte angibt, Ausgaben grundsätzlich falsch darzustellen.

Eine Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement zeigt für 2026 ein überwiegend stabiles Geschäftsreiseaufkommen. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von wachsender Unsicherheit durch Preissteigerungen, geopolitische Risiken und Einschränkungen im Luftverkehr.

Urlaub ist in Zeiten der Inflation eine teure Sache. Selbst mit Tarifvertrag bekommen längst nicht alle Beschäftigten einen Zuschuss. Eine Studie zeigt, wer mit Geld für die Reisekasse rechnen kann.

Eine Umfrage zeigt, dass ein Drittel der Deutschen im Alltag durch digitale Technologien überfordert ist. Neben Senioren betrifft dies auch jeden vierten Erwachsenen unter 50 Jahren, weshalb der Ruf nach staatlichen Bildungsangeboten wächst.

Wer sich eine Auszeit nehmen möchte, um Zeit mit seinem Kind zu verbringen, kann Elternzeit beantragen. Gehalt gibt es für die Zeit zwar nicht, doch es greifen währenddessen andere Vorteile – darunter auch ein umfangreicher Kündigungsschutz.

Im März 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 15,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Am stärksten betroffen waren die Bereiche Verkehr, Lagerei und Gastgewerbe.

Hilton hat eine Untersuchung zur Zukunft der Arbeitsplatzkultur veröffentlicht. Demnach bestimmen trotz des technologischen Wandels vor allem menschliche Faktoren die Produktivität und die Zufriedenheit im Beruf.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe liegt weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zurück, während sich die Arbeitsmarktentwicklung in einzelnen Branchenbereichen unterschiedlich zeigt.

Die Thüringer halten in der Konjunkturflaute ihr Geld zusammen und gehen seltener essen oder buchen Hotelübernachtungen. Das macht die Lage im Gastgewerbe nicht leichter.