Döner oder Drehspieß? Kebab-Kontrolle in Nordrhein-Westfalen

| Gastronomie Gastronomie

Jeder dritte Döner in NRW müsste in Wahrheit als Drehspieß bezeichnet werden. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung des Verbraucherschutzministeriums. Demnach sind seit dem vergangenen Herbst 1.250 Schwerpunktkontrollen mit dem Fokus auf Döner in Imbiss- und Gastronomiebetrieben durchgeführt worden. In 428 Fällen habe das Kontrollpersonal beanstandet, dass ein Drehspieß fälschlicherweise als Döner Kebab verkauft wurde, so das Ministerium.

Hintergrund: Ein Döner darf in Deutschland nur so heißen, wenn er eine bestimmte Zusammensetzung hat. Konkret heißt es in den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse: «Dünne Fleischscheiben, auf Drehspieß aufgesteckt.» Der mitverarbeitete Hackfleischanteil darf demnach höchstens 60 Prozent betragen. Sonst muss das Produkt als Drehspieß verkauft werden.

Ministerin: Ein bestellter Döner soll auch ein echter Döner sein

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz hatte im vergangenen Jahr die Kreise und kreisfreien Städte angewiesen, Zahlen zu den durchgeführten Kontrollen und deren Ergebnissen zu melden. So kamen die Zahlen zusammen. Wurde ein falscher Döner entdeckt, mussten die Behörden vor Ort unter anderem die Umbenennung anordnen.

Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen (CDU) sagte dazu: «Wenn ich einen Döner bestelle, möchte ich auch sicher sein können, dass ich einen Döner bekomme. Wir setzen uns als Land dafür ein, dass Lebensmittel für die Menschen sowohl gesundheitlich unbedenklich als auch in der Bezeichnung korrekt sind und kein Verbraucher getäuscht wird.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.