Holpriger Start für Tim Raues neues Restaurant im Berliner Fernsehturm

| Gastronomie Gastronomie

Tim Raues neues Restaurant „Sphere Tim Raue“ im Berliner Fernsehturm sorgte zur Eröffnung am 3. Juni 2025 (Tageskarte berichtete) für Diskussionen. Der mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Berliner Spitzenkoch hat sich mit dem Standort in über 200 Metern Höhe viel vorgenommen. Der Berliner Kurier berichtete über Kritik von Gästen, die ihrem Unmut auch auf Google Luft machten.

Am Eröffnungsabend lief nicht alles rund. In den Google-Rezensionen berichteten Besucher von chaotischen Abläufen, unsauberem Ambiente und unprofessionellem Service. Ein Nutzer beschrieb: „Tisch erst auf Nachfrage gereinigt und eingedeckt: 20:00 Uhr. Getränke bekommen: gar nicht. Essen: gar nicht. WC: Baustelle. Kommunikation: Null.“
 

Ein anderer Gast berichtete, dass man sie sogar gebeten habe zu gehen, weil das Personal den Abend nicht mehr unter Kontrolle gehabt habe. „Überall stand noch Geschirr herum auf unabgeräumten Tischen, Dreck, Müll – Personal absolut nicht geschult“, heißt es in der Bewertung. Auch ein dritter enttäuschter Besucher schrieb: „Komplette Überforderung, viel zu wenig Personal, Kellnerin hat nicht mal Hallo gesagt. Stattdessen: ‚Wenn ihr wollt, könnt ihr gehen, das wird hier heute nichts mehr vor 2–3 Stunden mit Essen.‘“

Raue entschuldigt sich und spendiert Vier-Gänge-Menü

Der Koch aus Kreuzberg zeigte sich anschließend reuevoll: Nicht nur entschuldigte er sich in den Kommentaren, sondern auch direkt bei den betroffenen Gästen. Als Wiedergutmachung erstattete er ihnen den vollen Betrag zurück und lud sie zusätzlich zu einem Vier-Gänge-Menü ein.

Wie Raue nun dem Kurier erklärte, hätten sie intensiv an den Herausforderungen der ersten Tage gearbeitet und gemeinsam mit ihren Partnerfirmen alle notwendigen Schritte unternommen, um ihre Gäste glücklich zu verabschieden. Das gelinge ihnen dank eines engagierten und herzlichen Teams jeden Tag ein Stückchen mehr und darüber freue er sich sehr.

Trotz der anfänglichen Kritik am Eröffnungsabend sollte zudem nicht außer Acht gelassen werden, dass sich gastronomische Projekte wie das „Sphere Tim Raue“ oftmals erst nach einer Anlaufphase stabilisieren. Die Herausforderungen, ein neues Restaurant an einem so exponierten Ort mit außergewöhnlicher Lage und Technik zum Laufen zu bringen, sind erheblich. Selbst erfahrene Gastronomen wie Tim Raue bleiben von Startschwierigkeiten nicht verschont. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Nachhaltigkeit für über 80 Prozent der Leser ein wichtiges Kriterium bei Kochbüchern darstellt. Während das gedruckte Buch die wichtigste Inspirationsquelle bleibt, gewinnen pflanzenbasierte Ernährung und umweltfreundliche Zutaten an Bedeutung.

Eine aktuelle Umfrage belegt die hohe Relevanz der Gastronomie am Muttertag, wobei über 40 Prozent der Deutschen einen Restaurantbesuch planen. Neben großen Familienfeiern gewinnen Trends wie Solo-Dining und erlebnisorientierte Angebote an Bedeutung.

Die Initiative Gerolsteiner WeinPlaces hat sechs neue Gastronomiebetriebe in ihr bundesweites Netzwerk aufgenommen und fördert künftig zudem die Ausbildung von Nachwuchskräften durch internationale Stipendien.