Booking-Test: Reisende scheren sich wenig um Umweltfreundlichkeit

| Hotellerie Hotellerie

Nach den Ergebnissen eines von Booking.com durchgeführten Tests entscheiden sich die Gäste nicht für die Buchung von Hotels, die durch das Portal als umweltfreundlich eingestuft sind.

Wie Angel Llull Mancas, Managing Director Asia Pacific, laut Travolution mitteilte, werde Booking.com weiterhin an nachhaltigen Tourismusstrategien arbeiten. Die Einstufung als umweltfreundliches Hotel habe in dem Test jedoch dazu geführt, dass diese Hotels seltener gebucht wurden als Hotels ohne entsprechende Markierung. Die Nutzer hätten ihnen mitgeteilt, dass sie an umweltfreundlichen Hotels Interesse hätten. Doch was die Kunden sagen und was sie letztendlich tun, sei dann doch sehr unterschiedlich.  

„Die Tatsache, dass ein Test nicht funktioniert, bedeutet nicht, dass er niemals funktionieren wird“, so der Manager. „Da wir nichts auf den Markt bringen, das weder für unsere Kunden noch für uns von Vorteil ist, werden wir das nicht umsetzen. Dennoch werden wir weiter an einem nachhaltigen Tourismus arbeiten.“

So  war Booking.com eine von vier großen Reisemarken, die im September als Partner für Travalyst bekannt gegeben wurde (Tageskarte berichtete). Booking.com unterstütze Nachhaltigkeits-Start-ups und soziale Unternehmen sowohl finanziell als auch in Bezug auf professionelle Beratung, erklärte Llull Mancas laut Travelution. „Wir sind an verschiedenen Projekten beteiligt, die Destinationen und Städten helfen. Manchmal werben wir auch abseits der ausgetretenen Pfade für Ziele und Aktivitäten. Da die jüngeren Generationen daran interessiert sind, werden wir das auch definitiv fördern."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.

Der neue HotelHub Index zeigt für das erste Quartal einen weltweiten Anstieg der Hotelraten, wobei europäische Städte wie Mailand besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Geschäftsreisende reagieren mit kürzeren Aufenthalten und dem Ausweichen auf günstigere Standorte.

Der Hotelverband Deutschland hat seinen aktuellen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die Publikation analysiert die wirtschaftliche Entwicklung sowie zentrale Kennzahlen der Hotellerie und bietet Hoteliers damit eine wichtige Orientierung für Marktanalysen, betriebliche Entscheidungen und die Einschätzung aktueller Branchentrends.