Booking testet verschiedene Stornomodelle

| Hotellerie Hotellerie

Nach den „Risk Free Reservations“ zu Beginn des Jahres, testet Booking jetzt sogenannte „Delayed Cancellations“. Dabei geht es darum, dass Booking Übernachtungen, die kostenfrei storniert wurden, bis zu 24 Stunden zurückhält, um das Zimmer selber weiterzuverkaufen. Hoteliers befürchten, dass sich der Buchungsgigant damit die Kontrolle über das letzte verfügbare Zimmer sichern wolle.

Laut Booking läuft der Test schon seit Januar. Das Schweizer Branchenblatt htr berichtet über die Praxis im Alpenland, zu der Booking sagt, dass seit Beginn viele Partner in der Schweiz an der Testinitiative teilgenommen hätten. Pikant dabei sei, so htr, dass die Teilnahme an dem Test wie bereits bei „Risk Free Reservations“ automatisch erfolge, es sei denn, das betroffene Hotel widerspreche aktiv.

Offiziell will Booking den Hotels mit den „Delayed Cancellations“ Zeit und Aufwand ersparen. „Wir nehmen an, mit der Initiative mögliche Unannehmlichkeiten für unsere Partner zu reduzieren, die aus der Stornierung von Buchungen entstehen können, indem sie wieder angeboten werden und Zimmer so schnell wie möglich wieder belegt werden können“, teilte das Unternehmen auf Anfrage von htr mit. 

Die Zeitschrift zitiert aber auch Roland Schegg, Professor am Institut für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz HES-SO, der in dem Test hingegen den Versuch des Unternehmens sieht sich Kommissionen zu sichern. „Wenn das Hotel das Zimmer nach der Stornierung direkt verkauft, hat Booking.com nichts mehr davon.“, so Schegg gegenüber htr. In dem Beitrag fürchten Hoteliers, dass sich Booking mit der Kombination von „Risk Free Reservations“ und „Delayed Cancellations“ die Kontrolle über die letzten verfügbaren Zimmer der Hotels sichern will.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Immobiliengesellschaft Aroundtown, der die acht bislang unter der Marke Seminaris betriebenen Hotelimmobilien gehören, erklärt, die Häuser würden weiterhin unter dieser Marke geführt. Doch vier Hotels fehlen auf der Seminaris-Website und werden bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten – drei davon ausdrücklich mit dem Zusatz „ehemals Seminaris“.

Gezeiten Suites eröffnen am 1. Oktober 2026 ihr zweites Apartmenthaus in Büsumer Deichhausen an. Die 23 Apartments bieten Platz für zwei bis vier Personen, zehn Einheiten verfügen über eine eigene Sauna.

Smartments hat 206 Serviced Apartments im Berliner Quartier Forty4 angemietet. Die Eröffnung ist für 2029 geplant; nahezu alle Einheiten sollen einen Balkon oder eine Terrasse erhalten.

Im Sheraton Hannover Pelikan Hotel hat Künstler Sascha Dahl eine Art Suite mit 18 Werken eröffnet. Die Zusammenarbeit soll künftig durch Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate ergänzt werden.

CityHub plant ein Hotel mit 139 Einheiten am Leipziger Platz in Berlin. Für den Standort sollen rund 2.100 Quadratmeter bestehende Einzelhandelsfläche umgebaut werden.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt, dass Europas Reisende bei Unterkünften vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Sicherheit achten, während bekannte Marken an Bedeutung verlieren.

Der traditionsreiche Vitznauerhof am Vierwaldstättersee öffnet im 125. Jubiläumsjahr erstmals auch im Winter seine Türen und bietet ein neues Programm aus Kulinarik, Kultur und Wellness.

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.