Dolce by Wyndham Bad Nauheim: Strategien für Veranstaltungen in Pandemie-Zeiten

| Hotellerie Hotellerie

Die aus der Pandemie resultierenden Beschränkungen führten im März dazu, dass zahlreiche Hotels ihren Betrieb einstellen mussten. Messen, Meetings und Tagungen wurden gestrichen oder verschoben. Inzwischen läuft die MICE-Branche jedoch langsam wieder an, erste Veranstaltungen finden statt. Dennoch spüren Anbieter weiterhin eine große Unsicherheit im Markt. Unternehmen reagieren eher verhalten: Ihre Mitarbeiter bleiben im Homeoffice, kommuniziert wird hauptsächlich digital, anstatt Geschäftsreisen anzutreten und an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen.

Aus dieser Situation heraus hat das Dolce by Wyndham Bad Nauheim nun Strategien entwickelt, um das Vertrauen noch zögerlicher Kunden zurückzugewinnen. Das Vier-Sterne-Hotel will praxisnah zeigen, dass Tagungen und Events unter der Einhaltung von Hygiene-Maßnahmen auch in Zeiten von Corona möglich sind.

Ein zentraler Aspekt: Das Hotel kreiert verstärkt gemeinsam mit Partnern Veranstaltungen, geht mit diesen fertigen Konzepten aktiv auf alte und neue Kunden zu. So fand Anfang September ein mit der Coaching Concepts GmbH + Co. KG initiierter Impuls-Tag zum Thema Design Thinking für Kunden statt. Dieser Kreativprozess fördert Ideenfindung und neue Herangehensweisen. Positiver Nebeneffekt: Auch Mitarbeiter des Hotels nahmen teil und entwickelten weitere Lösungsansätze für die aktuellen Herausforderungen.

Alle in einem Boot

„Wirtschaftlich tragbare Events umzusetzen, funktioniert zurzeit nur mit Zugeständnissen und der Unterstützung von Firmen, die sich solidarisch zeigen“, so Jesse Jansen, Assistant Director of Sales & Marketing im Dolce. „Die Krise hat uns erneut gezeigt, wie wichtig starke Partner sind. So arbeiten wir nun noch enger mit lokalen Trainern und Agenturen sowie Wirtschaftsinitiativen der Stadt Bad Nauheim zusammen.“ Gemeinsam mit Sponsoren stemmte das Hotel am ersten Wochenende im September das zweitägige Finale des Dolce Kultursommers: Unter dem Motto “Support your local heroes“ und in Kooperation mit Bad Nauheim-Liebe galt es, Kulturschaffenden in Zeiten von Corona eine Bühne zu bieten. Insgesamt 20 Musiker aus der Region nutzten die Chance. Außerdem feierte das Hotel erst kürzlich das Platanenhof-Fest – ein Charity-Event zugunsten des Fördervereins Hospiz Wetterau e. V. Ebenso Teil des Konzepts: regelmäßige Wein-Dinner mit Winzern nahegelegener Weinbaugebiete sowie Bogenschießen und Malkurse mit der Tresfun GmbH.

Gegenseitige Unterstützung

Bereits im Juni zeigte sich das Hotel solidarisch mit selbstständigen Trainern, wichtige Kunden und Multiplikatoren für das Haus: Im Rahmen einer Hilfsaktion der Weframe AG wurden Coaches aus der Region in der Handhabung des eigenen Tagungstools Weframe One geschult. Die Veranstaltung war zugleich der Testlauf für die offizielle Wiedereröffnung am 1. Juli samt der eingeführten Corona-Sicherheitsmaßnahmen.

Weitere Aktion als Signal in der Krise: Nur wenige Wochen nach der Wiedereröffnung nutzte das Dolce Testimonials, um über verschieden Kanäle zu kommunizieren, dass ein Tagungsbetrieb wieder möglich ist. Einer der ersten Stammgäste, der mit seinen Seminaren in die Wetterau zurückkehrte, war Robert Betz. Der Diplom-Psychologe, Coach und Buchautor bekundete im Interview: „Mit dem Hygiene-Konzept im Dolce können wir gut leben. Meine Assistenten und Mitarbeiter achten zusätzlich darauf, dass sich jeder daran hält. Das funktioniert wunderbar!“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.