Reiseportale investieren massiv ins Marketing

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Die Reiseportale in den USA geben derzeit viel Geld fürs Marketing aus, um mehr Menschen dazu zu bringen, Flüge und Unterkünfte auf ihren Apps und Websites zu buchen. Nachdem sie die Pandemie hart getroffen hatte, haben sich Unternehmen wie Airbnb, Booking Holdings, Expedia Group und Tripadvisor schnell auf die hohe Nachfrage nach Reisen eingestellt.

Laut den aktuellen Daten der US Travel Association planen etwa sechs von zehn Amerikanern, dieses Jahr mindestens eine Sommerreise zu unternehmen. „Dies könnte der größte Reisesommer unseres Lebens werden, und das möchte nun wirklich niemand verpassen“, sagte Bernstein-Analyst Richard Clarke gegenüber Reuters.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Insider Intelligence wird die US-Reisebranche in diesem Jahr voraussichtlich 14,2 Prozent oder etwa vier Milliarden US-Dollar ihres Marketingbudgets für digitale Werbung ausgeben.

Obwohl erwartet wird, dass der Ausgabenschub kurzfristig zu einer Delle bei den Gewinnen führen wird, könnten die Vorteile die Kosten in den kommenden Jahren bei weitem überwiegen, da die Reisenachfrage weiter steigen wird.

„Kunden sind bereit, Premium-Preise für Buchungen zu zahlen. In den letzten zwei Jahren wurden viele Einsparungen erzielt … also gibt es selbst bei Inflation genug Kunden, die höhere Preise zahlen, um reisen zu können“, so HotelPlanner-Chef Tim Hentschel gegenüber Reuters.

Jeder zweite Dollar ins Marketing

Anfang dieses Monats erklärte etwa der Finanzchef von Airbnb, dass das Unternehmen seine Investitionen ins Marketing erhöhe. Auch Booking erwartet, dass die Marketingausgaben im zweiten Quartal einen höheren Prozentsatz der Bruttobuchungen im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie ausmachen werden.

Marketing- und Werbekosten machen den Großteil der Ausgaben der meisten Reiseportale aus, da sie stets nach neuen Wegen suchen müssen, um das Interesse der Menschen an ihren Produkten zu wecken. So machten die Marketingausgaben von Booking im ersten Quartal etwa 46 Prozent der gesamten Betriebsausgaben aus, während die Marketingausgaben von Expedia fast 60 Prozent ausmachten.


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