Ärzte fordern Zucker-Steuer

| Politik Politik

Großbritannien hat Zucker bereits den Kampf angesagt – seit dem 6. April wird im Königreich auf stark gezuckerte Getränke eine Sondersteuer fällig (Tageskarte berichtete). Doch auch in Deutschland sehen Ärzte akuten Handlungsbedarf. Im Rahmen der Aktion „Ärzte gegen Fehlernährung“ wandten sich die Mediziner nun in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel. Mit dabei war auch Eckhart von Hirschhausen. Das Ärzte-Bündnis fordert von der Regierung verbindliche Vorgaben, um so die Menschen vor ungesunder Ernährung zu schützen. Gelingen soll das ihrer Meinung nach durch eine Zuckersteuer für Limonaden und andere Getränke, durch verbesserte Kennzeichnungen der Produkte, Werbeverbote sowie Standards für die Gemeinschaftsverpflegung. 

Wie die Tagesschau berichtet, seien schon heute rund zwei Drittel aller Männer und mehr als die Hälfte der Frauen übergewichtig. Das Übergewicht verursache demnach laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts Kosten von rund 63 Milliarden Euro im Jahr. Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen den Zucker bisher aber vor allem auf freiwillige Verpflichtungen der Hersteller. Diese sehen laut Handelsblatt aber keinen Handlungsbedarf. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zum Auftakt der Veranstaltungsmesse Imex hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Beschäftigte mehrerer Frankfurter Messe-Hotels zu einem Warnstreik aufgerufen.

Der Acht-Stunden-Arbeitstag gilt seit 1918 in Deutschland. Die Koalition aus Union und SPD will nach den bisherigen Plänen stattdessen einen wöchentlichen Rahmen für die Arbeitszeit einführen, doch es gibt Streit um das Vorhaben.

Die Corona-Pandemie hatte viele Thüringer Unternehmen vor Existenzprobleme gestellt. Der Staat half mit viel Geld. Ein Teil davon wurde zurückgefordert. Das ist der Stand in Thüringen.

Die Bundesregierung hat für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine befristete Verordnung zu Ausnahmen beim Lärmschutz beschlossen. Damit können Public-Viewing-Veranstaltungen laut Mitteilung teilweise auch bis in die Nacht stattfinden. Wie die Bundesregierung mitteilt, hat inzwischen auch der Bundesrat formal zugestimmt.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat gemeinsam mit Handelsunternehmen und Verbänden eine Regulierung der Gebühren für sogenannte Commercial Cards gefordert. Wie der Verband auf Linkedin mitteilt, habe sich die Initiative dazu an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gewandt.

Seltene Einigkeit: Wie CSU-Chef Söder findet auch SPD-Ministerpräsidentin Schwesig, die Entlastungsprämie sollte man abhaken. Beide setzen die Hoffnungen nun auf eine Einkommensteuerreform.

Die Österreichische Hotelvereinigung wirft der Gewerkschaft vida einen aggressiven Verhandlungsstil in den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen vor. Gleichzeitig verweist die ÖHV auf höhere Löhne, neue Zuschläge und zusätzliche Leistungen für Beschäftigte.

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat einen FDP-Antrag gegen kommunale Verpackungssteuern abgelehnt. Umweltverbände begrüßen die Entscheidung, während der Bundesverband der Systemgastronomie zusätzliche Belastungen für Betriebe befürchtet.

Der DEHOGA Baden-Württemberg bewertet den neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU teilweise positiv. Der Verband sieht Fortschritte bei Tourismus, Ausbildung und Bürokratieabbau, kritisiert jedoch fehlende Aussagen zu kommunalen Abgaben und zur Meisterprämie im Gastgewerbe.

Die steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro, die Unternehmen an ihre Beschäftigten zahlen können, kommt vorerst nicht. Der Bundesrat stimmte dem vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetzentwurf überraschend nicht zu.