DEHOGA fordert Aus für 2G-Plus-Regeln und Sperrzeiten in Restaurants

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Mit Blick auf die nächste Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Krise fordert der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) einen deutschlandweit geltenden Öffnungsplan für die Gastronomie. «Da sich abzeichnet, dass Omikron trotz hoher Inzidenzwerte das Gesundheitssystem nicht überfordert, sollten Bund und Länder rasch, möglichst schon Mitte Februar bei ihrer nächsten Konferenz, einen bundesweit einheitlichen Öffnungsplan vereinbaren», sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der «Rheinischen Post» (Montag). «Wir fordern die Aufhebung der 2G-Plus-Regel in der Gastronomie», sagte sie.

«Die abendlichen Sperrzeiten um 22 Uhr wie in Bayern und in fünf weiteren Ländern sollten sofort abgeschafft werden, denn die Sinnhaftigkeit erschließt sich nicht», sagte Hartges. Auch Clubs und Diskotheken sollten sehr bald wieder geöffnet werden, forderte sie. Die nächste Bund-Länder-Runde ist für den 16. Februar geplant.

NRW-Gastronomie fordert Aufhebung der 2G-Regeln

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Nordrhein-Westfalen hat eine Lockerung der Zugangsbeschränkungen in der Gastronomie gefordert. «Wir haben eine überdurchschnittlich hohe Impfquote in NRW, das Gesundheitssystem ist seit Wochen coronabedingt nicht mehr stark belastet», sagte Dehoga-NRW-Präsident Hans-Dietmar Wosberg am Freitag. In dieser Situation sei die Beibehaltung von 2G-plus-Regeln in der Gastronomie und 2G bei touristischen Übernachtungen in Hotels nicht mehr verhältnismäßig.

Nach der 2G-plus-Regelung haben nur geimpfte und genesene Personen mit aktuellem Test sowie Geboosterte Zugang zur Gastronomie. Hotelübernachtungen mit touristischem Hintergrund sind aufgrund der 2G-Regelung nur für Geimpfte und Getestete möglich.

«Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation fordern wir für Lebensbereiche, in denen der Zugang noch kontrolliert wird, in einem ersten Schritt deutliche Lockerungen: die Rückkehr zu 3G in der Gastronomie, eine Öffnungsmöglichkeit für Clubs und Diskotheken, mehr Besucher bei Großveranstaltungen und die Aufhebung der Unterscheidung von touristischen und nicht-touristischen Übernachtungen», sagte Wosberg. Mit der 3G-Regelung hätten Geimpfte, Genesene und Getestete Zugang. In einem zweiten Schritt müssten alle Beschränkungen fallen, verlangte Wosberg.

Die Branche leide schwer unter den Beschränkungen, betonte Wosberg. Dabei sei sie bis jetzt nicht als Pandemietreiber in Erscheinung getreten. Nach einer Dehoga-Umfrage lagen die Umsätze im Gastgewerbe im Januar 47 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Mittlerweile fühlten sich wieder 57 Prozent der Betroffenen in ihrer Existenz bedroht, sagte Wosberg. Er forderte gleichzeitig Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen für die Branche. (dpa)


 

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