DEHOGA legt Agenda zur Bundestagswahl vor

| Politik Politik

Die Lage ist ernst, die Herausforderungen sind gewaltig, die Forderungen klar: Bei der Bundestagswahl steht auch der Standort Deutschland auf dem Spiel. Deshalb ist es "Zeit für echte Lösungen": Mit diesem Claim wird der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) bei der Bundestagswahl für die Anliegen der Branche werben.

DEHOGA-Präsident Guido Zöllick fordert eine konsequente Neuausrichtung der Politik: "Ein Weiter so darf es nicht geben. Wir brauchen dringend eine Politik, die die Wirtschaft stärkt und dafür sorgt, dass sich Arbeit wieder lohnt. Unsere Familienbetriebe sind standorttreu. Wir verlagern keine Arbeitsplätze ins Ausland, sondern sichern und schaffen diese hier in Deutschland. Wir erwarten Wertschätzung und konkrete Antworten auf unsere Fragen."

Der Blick auf Branchenstatistiken zeigt: Bessere politische Rahmenbedingen sind dringend nötig – so schnell wie möglich. Nach fünf Verlustjahren müssen Lösungen her, um wieder durchstarten zu können. Fairer Wettbewerb, weniger Bürokratie und mehr Flexibilität stehen dabei im Mittelpunkt der politischen Forderungen des DEHOGA.

Aus mehr als 30 aktuellen Branchenthemen hat der DEHOGA die sechs dringendsten Handlungsfelder identifiziert und priorisiert. Hauptpunkte der "DEHOGA Agenda 2025" sind:

  • Nur eine einheitliche Besteuerung von Essen mit 7 Prozent ist fair und gerecht!
  • Flexibilität ermöglichen: Wochenarbeitszeit statt starrer Tages-Höchstarbeitszeit!
  • Action statt Akten: Neue Bürokratie stoppen, überflüssige Reglementierungen schnell und spürbar abbauen!
  • Wettbewerbsfähige Löhne sind Aufgabe der Tarifpartner. Löhne dürfen nicht zum Spielball der Politik werden!
  • Arbeit muss sich wieder lohnen! Mehr Netto vom Brutto!
  • Mit Arbeit zur Integration – Visa-Verfahren beschleunigen!

DEHOGA-Wahlcheck: Wer steht an der Seite der Branche?

Mit klaren Forderungen wird der Verband auf die Kandidaten in den Wahlkreisen und auf die Parteien zugehen und konkrete Antworten für die Branche einfordern. "Wir wollen wissen, wer unterstützt die Forderungen unserer Branche, wer steht an der Seite der heimischen Gastgeber?", erklärt Zöllick.

DEHOGA-Kampagne mit klaren Botschaften

Um die politischen Forderungen kraftvoll zu untermauern und die Anliegen der Branche sichtbar zu machen, setzt der DEHOGA zudem auf eine breit angelegte crossmediale Kommunikationskampagne. "Dabei stehen Ideen im Mittelpunkt, die dem Gastgewerbe helfen, die Wirtschaft pushen und der Gesellschaft Mehrwert bringen. Damit alle gewinnen!", sagt DEHOGA-Präsident Zöllick.

Ziel ist es, die große gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz des Gastgewerbes aufzuzeigen – als wichtiger Wirtschaftsfaktor, Jobmotor, Ausbilder und Integrationskraft sowie als unverzichtbare Säule für sozialen Zusammenhalt, Lebensqualität und kulinarische Vielfalt.

"Wir geben der vielfältigsten Branche Deutschlands ein Gesicht – und der Politik konkrete Lösungen an die Hand", so Zöllick. "Jetzt ist die Zeit, entschlossen zu handeln für echte Lösungen, die unserer Branche Mut machen und die Perspektiven schaffen."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung beschlossen, die Ausnahmen vom Lärmschutz für Public Viewing während der Fußball-WM 2026 ermöglicht. Städte und Gemeinden sollen dadurch flexibler über Veranstaltungen in den Nachtstunden entscheiden können.

Eine Expertenkommission empfiehlt zur Sanierung der Krankenkassen Steuererhöhungen auf Tabak, Alkohol und Zucker. Während die Berater auf Prävention und Milliardenentlastungen setzen, warnen Verbraucherschützer vor neuen sozialen Barrieren im Gesundheitssystem.

Jugendliche ab 14 Jahren dürfen in Begleitung etwa der Eltern in der Öffentlichkeit Bier, Wein oder Sekt trinken. Die Jugendministerin will das «begleitete Trinken» beenden.

Der Rat der Europäischen Union hat die Reform der Pauschalreiserichtlinie verabschiedet, um für mehr Klarheit bei Reisearten und außergewöhnlichen Umständen zu sorgen. Kritiker bemängeln jedoch die Beibehaltung der 14-tägigen Rückerstattungsfrist und fehlende Instrumente für globale Krisenszenarien.

Berlin führt eine Ausbildungsplatzumlage für Unternehmen ein. Wirtschaftsverbände kritisieren die Abgabe und sprechen von zusätzlichen Belastungen für Betriebe.

Mit gezielten Hilfen für den Tourismussektor hat die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts geschnürt.

Die Gewerkschaft NGG und der DEHOGA Niedersachsen haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag geeinigt, der Lohnsteigerungen in zwei Stufen vorsieht. Auch die Vergütungen für Auszubildende werden bis 2028 schrittweise angehoben.

In der Schweiz wird im Juni 2026 über eine Begrenzung der Bevölkerungszahl abgestimmt. Ein Zusammenschluss der Tourismuswirtschaft stellt sich dagegen und sieht laut Mitteilung mögliche Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, internationale Abkommen und den Tourismussektor.

Der Bayerische Landtag hat eine Reform des Zweckentfremdungsgesetzes beschlossen. Künftig können Kommunen eine Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen einführen und auf Vermietungsdaten zugreifen.

Der Stadtrat der Stadt Zürich hat eine Volksinitiative zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen für gültig erklärt und unterstützt deren Ziele. Gleichzeitig ist ein Gegenvorschlag im Zusammenhang mit einer Bauordnungsrevision geplant.