Gewerkschaft NGG fordert bis zu 6,5 Prozent höhere Löhne im Gastgewerbe

| Politik Politik

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert für das kommende Jahr 5 bis 6,5 Prozent höhere Löhne und Gehälter für die Beschäftigten des Ernährungs- und des Gastgewerbes. Diesen «Tarifkorridor» empfiehlt der NGG-Vorstand für die Tarifrunde 2020, wie die Gewerkschaft der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mitteilte. Die konkreten Forderungen sollen sich dann je nach Branche innerhalb dieses Korridors bewegen. Die Tarifverträge sollen zudem eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Weiterhin forderte die Gewerkschaft, dass die Vergütung von Auszubildenden nicht prozentual, sondern in Festbeträgen steigen soll. Am Ende der Ausbildung sollen sie unbefristet übernommen werden. In der Ernährungsindustrie arbeiten laut NGG über 600 000 Menschen, im Hotel- und Gaststättengewerbe rund zwei Millionen.

Vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hieß es, dass bei den Tarifverhandlungen die weitere wirtschaftliche Entwicklung zu berücksichtigen sei. Die Branche habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands. «Der Jobmotor Gastgewerbe darf nicht abgewürgt werden.» Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zum Auftakt der Veranstaltungsmesse Imex hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Beschäftigte mehrerer Frankfurter Messe-Hotels zu einem Warnstreik aufgerufen.

Der Acht-Stunden-Arbeitstag gilt seit 1918 in Deutschland. Die Koalition aus Union und SPD will nach den bisherigen Plänen stattdessen einen wöchentlichen Rahmen für die Arbeitszeit einführen, doch es gibt Streit um das Vorhaben.

Die Corona-Pandemie hatte viele Thüringer Unternehmen vor Existenzprobleme gestellt. Der Staat half mit viel Geld. Ein Teil davon wurde zurückgefordert. Das ist der Stand in Thüringen.

Die Bundesregierung hat für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine befristete Verordnung zu Ausnahmen beim Lärmschutz beschlossen. Damit können Public-Viewing-Veranstaltungen laut Mitteilung teilweise auch bis in die Nacht stattfinden. Wie die Bundesregierung mitteilt, hat inzwischen auch der Bundesrat formal zugestimmt.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat gemeinsam mit Handelsunternehmen und Verbänden eine Regulierung der Gebühren für sogenannte Commercial Cards gefordert. Wie der Verband auf Linkedin mitteilt, habe sich die Initiative dazu an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gewandt.

Seltene Einigkeit: Wie CSU-Chef Söder findet auch SPD-Ministerpräsidentin Schwesig, die Entlastungsprämie sollte man abhaken. Beide setzen die Hoffnungen nun auf eine Einkommensteuerreform.

Die Österreichische Hotelvereinigung wirft der Gewerkschaft vida einen aggressiven Verhandlungsstil in den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen vor. Gleichzeitig verweist die ÖHV auf höhere Löhne, neue Zuschläge und zusätzliche Leistungen für Beschäftigte.

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat einen FDP-Antrag gegen kommunale Verpackungssteuern abgelehnt. Umweltverbände begrüßen die Entscheidung, während der Bundesverband der Systemgastronomie zusätzliche Belastungen für Betriebe befürchtet.

Der DEHOGA Baden-Württemberg bewertet den neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU teilweise positiv. Der Verband sieht Fortschritte bei Tourismus, Ausbildung und Bürokratieabbau, kritisiert jedoch fehlende Aussagen zu kommunalen Abgaben und zur Meisterprämie im Gastgewerbe.

Die steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro, die Unternehmen an ihre Beschäftigten zahlen können, kommt vorerst nicht. Der Bundesrat stimmte dem vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetzentwurf überraschend nicht zu.