Jeunes Restaurateurs (JRE) gegen kostenfreies Leitungswasser

| Politik Politik

Die EU-Kommission arbeitet an einer neuen Trinkwasserverordnung, um den Menschen einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser zu garantieren. Dabei wird auch kostenfreies Leitungswasser in Restaurants diskutiert. Das sieht nun auch die Vereinigung Jeunes Restaurateurs (JRE) kritisch.

Alexander Huber, der Präsident der Jeunes Restaurateurs (JRE): „Unsere Vereinigung unterstützt die Forderung für einen problemlosen Zugang zu sauberem Wasser. Dafür zu sorgen kann aber nicht Aufgabe der Restaurants und Gastronomiebetriebe sein. Wir fragen uns, wie viel will man unserer Branche noch aufbürden? Wild wuchernde Bürokratie, wahnwitzige Hygienevorschriften und immer neue Forderungen belasten uns schon heute übermäßig. Und jetzt sollen wir auch noch auf Umsätze verzichten, um die EU-Richtlinie umzusetzen? Nein, irgendwann ist Schluss. Und dieser Punkt ist jetzt erreicht. Es gibt andere Modelle wie eine Wasserpauschale, wie sie einige unserer Kollegen schon eingeführt haben. Darüber denken wir gerne nach. Wir engagieren uns ebenso für nachhaltige Lebensmittel und regionale Produkte, um die Umwelt zu schonen. Unsere Branche leistet schon jetzt sehr viel – das sollte endlich auch die Politik registrieren und anerkennen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Geräuschlos und ohne Nachtsitzung haben die Koalitionäre den Deckel auf ihr Reformpaket gemacht. An ihm hängt viel - für die Wirtschaft, den Bestand des Regierungsbündnisses und die Stimmung im Land.

Die Koalition will den Krankenstand in der Wirtschaft herunterbringen - mit höheren Anforderungen an Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Das bringt nicht nur Ärztevertreter auf die Barrikaden.

Die Umgestaltung der Rente in Deutschland ist zentral bei den Entscheidungen der Koalition. Offen sind aber noch mögliche Änderungen bei Minijobs. Merz kündigte an, über den rentenpolitischen Umgang mit Beschäftigungsverhältnissen werde im Herbst entschieden. Der DEHOGA Bayern sieht die Minijobs bereits als gesichert.

Die Spitzen von Union und SPD haben sich nach langem Ringen im Koalitionsausschuss auf ein Reformpaket für wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit verständigt. 

Mit einem Appell zum Kauf heimischer Weine und einem neuen Förderprogramm reagiert Baden-Württemberg auf die angespannte Lage im Weinbau. Ministerpräsident Cem Özdemir warnt vor den Folgen für Kulturlandschaft und Tourismus, während die Landesregierung zusätzliche Hilfen für die Betriebe auf den Weg bringt.

Nur Barzahlung möglich? Das mögen die Finanzminister von Bund und Ländern gar nicht. Schon bald könnte damit Schluss sein. Das Bundesfinanzministerium will bald neue Gesetze zur Bekämpfung von Steuerbetrug vorlegen.

Die Bundesregierung will statt einer Abgabe nun doch eine Zuckersteuer auf Getränke wie Limonaden und Colas erheben. Grund für den Schwenk sind offenbar verfassungsrechtliche Bedenken.

Über die Renten-Reform besteht weitgehend Einigkeit. Die Bewährungsprobe für die neue Harmonie in der schwarz-roten Regierung steht aber noch bevor - ab Mittwoch im Koalitionsausschuss. Was geplant ist, bei Tageskarte lesen.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat auf seiner Mitgliederversammlung in Berlin Milliardeninvestitionen und Tausende neue Arbeitsplätze in Aussicht gestellt. Zugleich verband der Verband diese Pläne mit Forderungen nach weniger Bürokratie und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen.

Die Stadt München sieht trotz freiwilliger Vereinbarungen keine spürbare Entlastung im Univiertel. Oberbürgermeister Dominik Krause kündigt an, bei ausbleibender Verbesserung das Verkaufsverbot für Flaschenbier bereits ab 22 Uhr wieder einzuführen.