Neustart für Tourismus an der inneren Lübecker Bucht

| Politik Politik

Nach monatelanger Zwangspause nimmt der Tourismus an der inneren Lübecker Bucht wieder Fahrt auf. In Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt sind von Sonnabend an Hotels, Restaurants, Campingplätze und Freizeiteinrichtungen wieder geöffnet - unter strengen Hygieneauflagen. Dadurch solle soweit wie möglich verhindert werden, dass infizierte Gäste nach Ostholstein kommen und das Virus einschleppen, sagte der Landrat des Kreises, Reinhard Sager (CDU). «Wir als Kreis erwarten von den Projektverantwortlichen, dass sie akribisch darauf achten, dass die Partnerbetriebe alle Vorgaben und Auflagen einhalten», sagte er.

In der Modellregion sind wieder Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen möglich. Außerdem öffnen die teilnehmenden Restaurants zusätzlich zu den Außenbereichen auch ihre Innenräume für Gäste. Diese müssen allerdings vorab einen Tisch reservieren und einen negativen Coronatest vom selben Tag vorlegen. Vom 17. Mai an werden dann die Kontaktbeschränkungen für ganz Schleswig-Holstein gelockert.

Insgesamt beteiligen sich nach Angaben des Kreises rund 300 Betriebe an dem Modellversuch. Der Hansapark in Sierksdorf ist allerdings nicht dabei. «Wir müssen gemäß der Corona-Verordnung des Landes weiter geschlossen bleiben» sagte Pressesprecherin Claudia Leicht. «Aber wir sind in Abstimmung mit den Behörden und hoffen, dass wir baldmöglichst einen Termin für die Eröffnung nennen können.»

Wegen damals steigender Corona-Fallzahlen war der zunächst für den 26. April geplante Start der Modellregion verschoben worden. Auch jetzt ist es möglich, dass der Modellversuch abgebrochen wird, wenn die Infektionszahlen wieder steigen. Die Gäste müssten dann nach Angaben der Initiatoren unverzüglich abreisen.

Die Innere Lübecker Bucht ist die dritte von insgesamt vier vom Land ausgewählten touristischen Modellregionen. Als Erste waren Mitte April die Schleiregion und die Stadt Eckernförde an den Start gegangen, am 1. Mai folgten Sylt und Nordfriesland. Als letzte Modellregion will das Nordseebad Büsum am 10. Mai starten. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Branchenverbände sehen in den Koalitionsbeschlüssen ein Signal für den Fortbestand der Minijobs. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte die Entscheidung über den rentenpolitischen Umgang mit Beschäftigungsverhältnissen jedoch erst für den Herbst an.

Geräuschlos und ohne Nachtsitzung haben die Koalitionäre den Deckel auf ihr Reformpaket gemacht. An ihm hängt viel - für die Wirtschaft, den Bestand des Regierungsbündnisses und die Stimmung im Land.

Die Koalition will den Krankenstand in der Wirtschaft herunterbringen - mit höheren Anforderungen an Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Das bringt nicht nur Ärztevertreter auf die Barrikaden.

Die Umgestaltung der Rente in Deutschland ist zentral bei den Entscheidungen der Koalition. Offen sind aber noch mögliche Änderungen bei Minijobs. Merz kündigte an, über den rentenpolitischen Umgang mit Beschäftigungsverhältnissen werde im Herbst entschieden. Der DEHOGA Bayern sieht die Minijobs bereits als gesichert.

Die Spitzen von Union und SPD haben sich nach langem Ringen im Koalitionsausschuss auf ein Reformpaket für wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit verständigt. 

Mit einem Appell zum Kauf heimischer Weine und einem neuen Förderprogramm reagiert Baden-Württemberg auf die angespannte Lage im Weinbau. Ministerpräsident Cem Özdemir warnt vor den Folgen für Kulturlandschaft und Tourismus, während die Landesregierung zusätzliche Hilfen für die Betriebe auf den Weg bringt.

Nur Barzahlung möglich? Das mögen die Finanzminister von Bund und Ländern gar nicht. Schon bald könnte damit Schluss sein. Das Bundesfinanzministerium will bald neue Gesetze zur Bekämpfung von Steuerbetrug vorlegen.

Die Bundesregierung will statt einer Abgabe nun doch eine Zuckersteuer auf Getränke wie Limonaden und Colas erheben. Grund für den Schwenk sind offenbar verfassungsrechtliche Bedenken.

Über die Renten-Reform besteht weitgehend Einigkeit. Die Bewährungsprobe für die neue Harmonie in der schwarz-roten Regierung steht aber noch bevor - ab Mittwoch im Koalitionsausschuss. Was geplant ist, bei Tageskarte lesen.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat auf seiner Mitgliederversammlung in Berlin Milliardeninvestitionen und Tausende neue Arbeitsplätze in Aussicht gestellt. Zugleich verband der Verband diese Pläne mit Forderungen nach weniger Bürokratie und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen.