Reiseverband fordert Spitzentreffen für Tourismus-Neustart

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Die deutschen Reisebüros und -veranstalter fordern einen Tourismusgipfel für einen Neustart im Reisegeschäft nach der zweiten Corona-Welle. Eine Gruppe aus Politik und Branchenexperten müsse ein Konzept für sicheres Reisen erarbeiten, teilte der Verband am Freitag. Der Tourismus brauche Perspektiven für den Neubeginn. «Mit Nachdruck sollte die EU und Deutschland daran arbeiten, das Tempo für die Impfungen zu erhöhen», hieß es.

Die EU-Staaten hatten sich am Donnerstagabend verständigt, nicht notwendige Reisen weiter einzuschränken, die Grenzen aber offen zu lassen. Neue Virusvarianten sollen gezielter aufgespürt werden und die Impfkampagne besser in Schwung kommen. Es soll einen EU-Impfpass geben, aber vorerst keine Vorteile für Geimpfte etwa beim Reisen.

Beim Reiseverband hieß es: «Es wird noch eine Weile dauern, bis alle, die sich auch impfen lassen möchten, geimpft sein werden.» Es sei eine Strategie für die Übergangszeit notwendig. «Wir sind überzeugt, dass eine intelligente, risikobasierte Teststrategie hier die Lösung ist.»

Der Deutschen Hotel- und Gaststättenverband begrüßte das gemeinsame abgestimmte Vorgehen der EU-Staaten. Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges nannte als Beispiel die Vorschläge für gemeinsame Impfzertifikate. «Das gilt mit Blick auf unsere Gäste wie auch insbesondere mit Blick auf unsere Beschäftigten aus anderen EU-Staaten.» Auch Antigen-Schnelltests stärker anzuwenden, stoße in der Branche auf Zustimmung. «Das könnte vielen Betrieben unserer Branche vor allem im Veranstaltungsbereich helfen.»

Der Einbruch des Tourismusgeschäfts hat beim Branchenprimus Tui nach Informationen aus Konzernkreisen zu einem personellen Aderlass geführt. Im vergangenen November habe die gesamte Gruppe 37 Prozent weniger Mitarbeiter beschäftigt als ein Jahr zuvor, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag. Demnach schrumpfte die Belegschaft von knapp 60 300 Mitarbeiter im November 2019 auf rund 38 200 vor dem Jahresende 2020 (dpa)


 

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