Booking Holdings setzt auf KI

| Technologie Technologie

Bei der letzten Phocuswright-Konferenz kamen nicht nur die neue Hotelbuchungsfunktion für den Google Assistant und die Generation Z zur Sprache, sondern auch die KI-Bestrebungen von Booking Holdings. Wie CEO Glenn Fogel laut Travel Weekly mitteilte, plant das Unternehmen die Nutzung seiner enormen Menge an Kundendaten, um einen persönlicheren Service zu ermöglichen. So will die Booking-com-Mutter die Such- und Sortierfunktionen überarbeiten, um relevantere und individuellere Ergebnisse zu liefern.  

Sie hätten 142 Millionen Fotos, erklärte der Chef. Um heraufzufinden, wie man das, was man in der Vergangenheit gemocht habe, mit dem verbinde, was man in der Zukunft machen möchte, komme visuelle KI zum Einsatz. Das Ziel sei ein „ganzheitliches Supersystem“, das die Kundendaten, die KI-Fähigkeiten und die weiteren Ressourcen von Booking Holdings nutzt. Der größte Vorteil sei dabei die eigene Größe, wie Fogel anmerkte: „Ein wichtiger Aspekt bei der Nutzung von KI ist, dass man viele Daten benötigt, um damit zu spielen.“ Sie seien der größte Akteur am Markt, also hätten sie auch mehr Daten. Zudem bräuchte man auch weiteres Kapital, um Datenwissenschaftler und KI-Experten einzustellen. Er glaube daher, dass sie in diesem Bereich einen Vorteil hätten, so Fogel. Sie müssten nur schneller sein als andere. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mews und SiteMinder haben eine integrierte Vertriebslösung für Hotels vorgestellt. Gleichzeitig präsentierte Mews weitere neue Anwendungen für Preisgestaltung, Gästekommunikation, Automatisierung und Finanzprozesse innerhalb einer gemeinsamen Plattform.

Mews und Uber planen die Integration von Fahrtenbuchungen in Hotelsoftware. Hotels sollen Uber-Fahrten künftig direkt über die Plattform von Mews verwalten und abrechnen können.

Starbucks hat die Nutzung eines Programms auf KI-Basis zur automatisierten Erfassung von Warenbeständen in den USA wieder eingestellt. Berichten zufolge wies die Anwendung erhebliche Mängel auf.

Google erweitert seine KI-Suche um neue Buchungs-, Zahlungs- und Informationsfunktionen. Branchenberichte sehen mögliche Folgen für Sichtbarkeit, Vertrieb und Reichweite von Hotels und Reiseanbietern.

Eine neue Smart-Host-Studie unter 87 Hotels aus der DACH-Region zeigt deutliche Unterschiede zwischen strategischen Zielen und operativer Umsetzung bei Gästebindung, Zusatzumsätzen und Direktbuchungen.

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von a&o zeigt, dass viele europäische Reisende Künstliche Intelligenz als Unterstützung bei der Buchung befürworten. Vollständig automatisierte Buchungsprozesse werden hingegen mehrheitlich abgelehnt.

Google erweitert sein Universal Commerce Protocol um Hotelbuchungen via KI. Während OTAs tief eingebunden bleiben und große Ketten direkte Schnittstellen nutzen wollen, wächst der Druck auf eigenständige Hotels: Ihre Sichtbarkeit hängt künftig wohl davon ab, wie präzise KI-Agenten die eigenen Datenstrukturen auslesen können.

Haften Chatbot-Betreiber für unwahre KI-Aussagen? Ja, sagt das OLG Hamm in einem aktuellen Urteil zu einer Klinik. Auch das LG Hamburg hatte im Zusammenhang mit Chatbot Grok schon so entschieden.

Das Südtiroler Unternehmen Profitize hat eine Seed-Finanzierung über 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital soll laut Mitteilung in den Ausbau der Plattform und die Expansion in weitere europäische Märkte fließen.

25 Prozent aller Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr auf Künstliche Intelligenz zurückgegriffen. In zwei Jahren hat sich dieser Anteil verfünffacht. Die große Mehrheit der Betriebe nutzte dabei frei zugängliche Software.