Bürger nutzen im Schnitt 4 Reise-Apps

| Technologie Technologie

Erst Flug und Hotel buchen, schließlich die Route für den Mountainbike-Ausflug planen und beim Kofferpacken checken, wie das Wetter am Urlaubsort in den nächsten Tagen wird: Für viele Deutsche sind Apps für die Verwirklichung ihrer Ferienreise heute unverzichtbar. So hat fast jeder fünfte Bundesbürger (19 Prozent) mehr als fünf solcher Anwendungen auf seinem Smartphone oder Tablet installiert. Das hat eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Verbrauchern ab 16 Jahren ergeben.

Im Durchschnitt hat jeder Bundesbürger rund 4 verschiedene Apps, die etwa Wetter-Apps, Navigations-Apps oder Apps zum Buchen von Unterkünften, Transport und touristischen Aktivitäten umfassen, auf seinem Gerät. Mit nur einer einzigen solchen App kommen lediglich 4 Prozent der Befragten aus. 17 Prozent gaben an, keine Reise-App installiert zu haben.

„Smartphones und Tablets sind für viele Menschen zu einem unentbehrlichen Begleiter im Reisegepäck geworden. Dabei vereinen sie nicht nur viele Geräte wie Fotoapparat, Videokamera, Navi und Geldbörse in einem, sie liefern mit Reisebuchungs- und Transport-Apps eine echte Erleichterung bei der Organisation des Urlaubs“, sagt Lisa Kinne, Touristik-Expertin des Bitkom.

Wie die Bitkom-Umfrage weiter ergibt, würden allerdings auch viele eine App nutzen, die Funktionen wie Wettervorschau, Navigation, Buchung und Ausflugsplanung in sich vereint. Mehr als jeder zweite Nutzer von Reiseanwendungen (55 Prozent) würde eine solche App auf jeden Fall nutzen, weitere 22 Prozent gaben an, sie könnten sich die Nutzung zumindest vorstellen. „Reise-Apps zählen zu den beliebtesten Anwendungen für Tablets und Smartphones – und das Angebot und der Wettbewerb sind groß. Für Entwickler gibt es hier noch viel Potenzial – insbesondere wenn es um kombinierte Anwendungen geht, die sämtliche Aspekte einer Reiseplanung in sich vereinen“, so Kinne weiter.

Seit zwei Jahren gilt die EU-Roaming-Verordnung, nach der innerhalb der EU zum normalen Heimattarif telefoniert und vor allem im Internet gesurft werden kann. Bitkom rät dennoch, vor Auslandsaufenthalten den eigenen Vertrag zu prüfen. Bei der Nutzung von Daten-Flatrates kann es im Ausland etwa je nach Vertragsbedingungen Einschränkungen geben. Wer außerhalb des EU-Auslands Urlaub macht, kann sich schon vor der Abreise Apps auf das Smartphone oder das Tablet laden, die auch offline nutzbar sind. Insbesondere bei Karten- und Navigations-Apps ist das oft der Fall.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Verbraucher ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Bitte versuchen Sie zu schätzen, wie viele Reise- und Urlaubs-Apps, wie beispielsweise Wetter-Apps, Navigations-Apps oder Apps zum Buchen von Unterkünften, Transport und touristischen Aktivitäten, Sie ca. auf Ihrem Smartphone oder Tablet installiert haben.“ Und: „Wenn es eine App geben würde, die alle Services in einer einzigen App kombiniert, würden Sie diese nutzen?“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Google hat eine neue Funktion gestartet, mit der Reisende die Preisentwicklung für einzelne Hotels gezielt beobachten können. Dies soll die Entscheidungsfindung der Nutzer unterstützen und die Bindung an das Unternehmen erhöhen.

Anzeige

Immer mehr Reisende nutzen laut einer Mitteilung neben klassischen Suchmaschinen auch Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini für die Urlaubsplanung. Ein Vergleichstest der Digital-Agentur Online Birds zeigt, dass identische Anfragen bei verschiedenen Systemen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) startet heute eine bundesweite Roadshow zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in Hotels. Geplant sind sechs Veranstaltungen in deutschen Städten mit Fokus auf konkrete Anwendungsfelder. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Unternehmen Zenchef und CoverManager haben nach eigenen Angaben eine strategische Allianz geschlossen. Ziel sei es, ein gemeinsames Technologieangebot für Restaurants in Europa und Lateinamerika aufzubauen.

Internationale Start-ups für Technologie im Gastgewerbe haben innerhalb eines Jahres mehr als eine Milliarde US-Dollar an Investitionen erhalten. Im Fokus der Geldgeber stehen dabei vor allem zentrale Verwaltungssysteme und Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.

Am 18. Juni 2026 findet am Blackfoot Beach in Köln zum dritten Mal die Veranstaltung „Hotelrizon“ statt. Das Event richtet sich an Hoteliers, Branchenvertreter sowie Technologieanbieter, die sich über aktuelle Entwicklungen austauschen und vernetzen möchten.

Anzeige

Auch in der Gastronomie überholt die Kartenzahlung das Bargeld. Mittlerweile wird fast die Hälfte (46 Prozent) der Umsätze in Restaurants mit Karte bezahlt. Die girocard bietet dabei echte Kostenvorteile.

Pressemitteilung

Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Reisende Hotels finden. Immer häufiger stellen potenzielle Gäste ihre Fragen direkt an KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity und erhalten konkrete Empfehlungen statt klassischer Ergebnislisten. Für Hotels entsteht daraus ein neuer Wettbewerb um Sichtbarkeit.

Laut einer aktuellen Erhebung des TÜV-Verbands nutzt bereits fast die Hälfte der Erwerbstätigen Künstliche Intelligenz im Beruf, häufig jedoch ohne klare betriebliche Vorgaben oder ausreichende Qualifizierung.

Der Deutsche Reiseverband hat ein Whitepaper zur Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Sichtbarkeit touristischer Angebote veröffentlicht. Der Leitfaden analysiert den Wandel der Reiseplanung durch KI-Assistenten und zeigt technische Anforderungen für Unternehmen auf.