Deutschlands Mittelstand wird digitaler

| Technologie Technologie

Rechnungen werden digitalisiert, Akten elektronisch archiviert, Teams arbeiten an Dokumenten von unterschiedlichen Standorten aus zusammen: Das digitale Büro erobert den Mittelstand. Schon fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) setzt nicht mehr nur auf Papier, sondern organisiert und verwaltet seine Dokumente digital. Gegenüber 2017 ist das ein deutlicher Anstieg: Hier setzten noch 33 Prozent auf das sogenannte Enterprise Content Management (ECM), wie eine solche ganzheitliche Strategie, die die Erstellung, Bearbeitung und Speicherung umfasst, genannt wird.

Dabei geht es heute nicht mehr nur um klassische Office- oder PDF-Dateien, die jeweils bei 92 Prozent und damit bei so gut wie allen Unternehmen im Mittelstand digital organisiert werden. Sondern etwa auch um Bilder (57 Prozent), Audio-Dateien (25 Prozent) oder Videos (18 Prozent). Das hat die repräsentative Studie „Digital Office im Mittelstand 2019“ von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 613 Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern ergeben.
 

„ECM-Lösungen bilden die wichtigste Grundlage für die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen“, sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. „Dadurch erhalten Unternehmen etwa Unterstützung beim effizienten Erfassen, Ablegen und Wiederauffinden von Dokumenten, bei der Abwicklung dokumentenbasierter Prozesse sowie bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Es ist erfreulich, dass der Mittelstand, das Herz der deutschen Wirtschaft, zwischenzeitlich den Weg in Richtung des digitalen Büros beschritten hat.“

Das digitale Büro kommt dabei zunehmend aus der Cloud. Mehr als jedes zweite Unternehmen (58 Prozent) verwaltet seine digitalen Dokumente mittlerweile dort, das sind 9 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017. Die Zahl der Unternehmen, die ihre ECM-Software im eigenen Unternehmen („on premise“) betreiben, ging im gleichen Zeitraum von 59 Prozent auf 44 Prozent zurück. „Vor allem für den Mittelstand bietet die Dokumentenverwaltung und -Organisation aus der Cloud großes Potenzial, da IT-Ressourcen hier besonders knapp sind“, betont Britze. „Zudem bringt dieser Weg viele Vorteile mit sich: So werden nicht nur IT-Kosten gesenkt, sondern auch die Sicherheit erhöht: Die Cloud – öffentlich wie privat – wird bei professionellen Dienstleistern meist wesentlich besser geschützt als bei internen IT-Lösungen.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

OpenAI testet in den USA Werbeplatzierungen innerhalb von ChatGPT und schafft damit einen neuen Marketingkanal für die Reisebranche. Die Integration gesponserter Inhalte in den Dialogprozess könnte die Gästegewinnung und die digitale Sichtbarkeit von Hotels künftig nachhaltig verändern.

Pressemitteilung

Auf der INTERGASTRA 2026 präsentiert DIRS21 seine neue Hotel-App DIRS21 Live, die entwickelt wurde, um operative Hotelprozesse zu vereinfachen und Servicequalität messbar zu steigern. Besucherinnen und Besucher können die App vom 7. bis 11. Februar 2026 am DIRS21-Stand in Halle 4, Stand 4C45 erleben.

Noch unschlüssig, wohin es in den Ferien gehen soll? Wie Künstliche Intelligenz bei der Planung des nächsten Urlaubs an der Nordseeküste helfen kann - und in welche Falle Reisende nicht tappen dürfen.

Der DEHOGA geht digital in die Offensive: Mit der neuen DEHOGA-App erhalten Mitgliedsbetriebe Zugriff auf Expertenwissen und rechtliche Vorlagen. Eine integrierte Künstliche Intelligenz soll die Recherche im Gastgewerbe beschleunigen und die Verbandsarbeit modernisieren. Nicht alle Landesverbände machen mit.

Accor macht sein Hotelangebot über ChatGPT durchsuchbar. Nutzer können Preise und Verfügbarkeiten abrufen, die eigentliche Buchung erfolgt jedoch weiterhin ausschließlich über die Plattform des Konzerns.

Accor weitet die eigene digitale Präsenz aus und integriert ihre Buchungs- und Loyalitätsplattform ALL in das KI-System ChatGPT. Damit ermöglicht das Unternehmen die Suche und Auswahl von Hotelunterkünften direkt über den Chatbot.

Rückblickend auf das Jahr 2025 legt Betterspace seine Zahlen vor, die eindrucksvoll verdeutlichen, wie wachstumsorientiert sich das Unternehmen wirtschaftlich und strukturell in die Zukunft bewegt. Die Spezialisten für wegweisendes Energiemanagement in Gewerbegebäuden konnten ihren Umsatz verdoppeln.

Das Hotel-Betriebssystem Mews sichert sich 300 Millionen US-Dollar neues Kapital. Mit einer Bewertung von 2,5 Milliarden US-Dollar will das Unternehmen nun massiv in künstliche Intelligenz investieren, um die Automatisierung in der weltweiten Hotellerie voranzutreiben.

Eine aktuelle Analyse beleuchtet die schwindende Marktmacht von Booking.com im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Da die Auswahl der Hotels künftig verstärkt durch Algorithmen von Google und OpenAI erfolge, könnte das Portal Kontrolle über die digitale Sichtbarkeit einbüßen, so eine Analyse.

Die Anzahl der von Google gelöschten Rezensionen ist bis Ende 2025 massiv gestiegen. Während global vor allem 5-Sterne-Bewertungen gelöscht werden, verschwinden in Deutschland aufgrund der Rechtslage vermehrt negative Kritiken.